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Sonnenfinsternis Wien am 12. August 2026: genaue Uhrzeiten, 89 Prozent Magnitude, beste freie Sicht nach Westen (Donauturm, Kahlenberg, Copa Beach), Schutzbrillen, Wettercheck und Perseiden in derselben Nacht.
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Wann ist die Sonnenfinsternis 2026 in Wien und wo kann man sie am 12. August am besten sehen

Sonnenfinsternis 2026 in Wien: Uhrzeit am 12. August, Bedeckung, beste Orte mit freiem Westblick, Sonnenfinsternis-Brille und sichere Beobachtung in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Die Sonnenfinsternis 2026 wird am Mittwochabend, 12. August, über Wien als außergewöhnlich tiefe partielle Sonnenfinsternis sichtbar. Nach Angaben des Planetariums Wien beginnt die partielle Phase um 19:22 Uhr. Die Einrichtung gibt für die stärkste Phase eine Bedeckung von rund 89 Prozent und ein Maximum unmittelbar vor dem Sonnenuntergang gegen 20:13 bis 20:14 Uhr an. Für Beobachter ist allerdings weniger die letzte Minute des astronomischen Ereignisses als der Standort entscheidend: Die Sonne steht während der gesamten Finsternis sehr tief über dem westlichen Horizont und kann in Wien schon deutlich früher hinter Häusern, Bäumen oder den Höhen des Wienerwaldes verschwinden. Selbst an den offiziellen Beobachtungsorten Urania und Neue Donau wird die direkte Sicht voraussichtlich bereits gegen 19:50 Uhr enden, über die auch WIENtoday.at berichtet.

Wien liegt nicht im Streifen der Totalität. Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 ist global zwar eine totale Sonnenfinsternis, in Österreich bleibt sie jedoch während der gesamten sichtbaren Phase partiell. Deshalb gibt es in Wien keinen Zeitpunkt, an dem gefahrlos mit bloßem Auge in Richtung Sonne geschaut werden darf. Für die direkte Beobachtung sind geeignete Sonnenfinsternis-Brillen oder Solar Viewer erforderlich; normale Sonnenbrillen reichen unabhängig von ihrer Tönung nicht aus. Das Planetarium Wien und die Wiener Volkshochschulen organisieren kostenlose Beobachtungen an der Neuen Donau und in der Urania, wobei die reservierungspflichtige Urania-Veranstaltung nach aktuellem Stand ausgebucht ist. Wer unabhängig beobachten möchte, sollte möglichst schon gegen 19 Uhr einen Platz mit vollkommen freier Sicht nach Westen wählen.

Sonnenfinsternis 2026 in Wien: Wann beginnt sie am 12. August

Für Wien beginnt die partielle Sonnenfinsternis am Mittwoch, 12. August 2026, kurz nach 19:20 Uhr. Das Planetarium Wien nennt 19:22 Uhr als Beginn. Von diesem Zeitpunkt an schiebt sich der Mond zunehmend vor die Sonnenscheibe, während die Sonne gleichzeitig immer tiefer in Richtung westlicher Horizont sinkt. Der entscheidende Teil des Ereignisses spielt sich damit innerhalb von weniger als einer Stunde unmittelbar vor Sonnenuntergang ab.

Nach den Angaben des Planetariums Wien erreicht die Finsternis ihre stärkste Phase gegen 20:13 Uhr; der Sonnenuntergang wird mit ungefähr 20:14 Uhr angegeben. Die Einrichtung spricht von einem maximalen Bedeckungsgrad von etwa 89 Prozent. Damit wäre nur noch ein vergleichsweise kleiner Teil der sichtbaren Sonnenfläche unbedeckt.

Bei astronomischen Online-Berechnungen können geringfügig andere Werte erscheinen. Timeanddate berechnet für Wien derzeit beispielsweise den Beginn um etwa 19:22 Uhr und das lokal sichtbare Maximum gegen 20:10 Uhr. Auch beim angegebenen Bedeckungsgrad gibt es je nach Berechnungsquelle und verwendeter Kennzahl Abweichungen. Für die praktische Beobachtung in Wien orientiert sich dieser Überblick deshalb vorrangig an den veröffentlichten lokalen Angaben des Planetariums Wien und der Wiener Volkshochschulen.

PhaseZeit für WienWas Beobachter wissen sollten
Beginn der partiellen Finsternisca. 19:22 UhrDer Mond beginnt, die Sonnenscheibe sichtbar zu bedecken
Beobachtung Uraniaab 19:20 UhrEintritt frei, Reservierung erforderlich; derzeit ausgebucht
Beobachtung Neue Donauab ca. 19:20 UhrKostenlos, Solar Viewer werden vor Ort bereitgestellt
Praktisches Ende der Sicht an offiziellen Ortenca. 19:50 UhrGebäude beziehungsweise Wienerwaldhügel verdecken die Sonne
Rechnerisch stärkste Phaseetwa 20:10–20:14 Uhr, je nach QuelleDie Sonne befindet sich bereits unmittelbar am Horizont
Sonnenuntergangca. 20:14 UhrDie verfinsterte Sonne verschwindet am westlichen Horizont

Für Besucher folgt daraus eine einfache Konsequenz: Nicht erst zum Maximum kommen. Wer die Sonnenfinsternis sehen möchte, sollte seinen Beobachtungsplatz möglichst schon gegen 19 Uhr erreicht haben. Gegen 20 Uhr kann die Sonne von vielen Standorten in Wien bereits hinter lokalen Hindernissen verschwunden sein.

Wie stark wird die Sonnenfinsternis 2026 in Wien

Das Planetarium Wien bezeichnet das Ereignis als die stärkste Sonnenverfinsterung, die in Wien seit der totalen Sonnenfinsternis von 1999 sichtbar war, und nennt für den 12. August 2026 einen maximalen Bedeckungsgrad von rund 89 Prozent. Trotz dieses hohen Wertes handelt es sich in Wien ausdrücklich nicht um eine totale Sonnenfinsternis. Dieser Unterschied ist auch für die Beobachtungssicherheit entscheidend. Bei einer totalen Sonnenfinsternis wird die helle Sonnenscheibe innerhalb des schmalen Totalitätsstreifens vorübergehend vollständig vom Mond verdeckt. Wien befindet sich 2026 außerhalb dieses Streifens. Während der gesamten in Österreich sichtbaren Phase bleibt daher ein Teil der hellen Sonnenoberfläche sichtbar. Selbst eine sehr schmale Sonnensichel ist für das ungeschützte Auge zu hell. Der hohe Bedeckungsgrad bedeutet deshalb ausdrücklich nicht, dass man kurz vor dem Maximum die Sonnenfinsternis ohne Schutz betrachten könnte.

Ist die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 in Österreich total

Die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026 ist weltweit betrachtet eine totale Sonnenfinsternis, aus Österreich wird sie jedoch lediglich partiell sichtbar sein. Der Streifen, innerhalb dessen der Mond die Sonnenscheibe vollständig verdeckt, verläuft unter anderem über Teile Grönlands, Islands und Spaniens.

Österreich liegt außerhalb dieser Totalitätszone. Wer sich am 12. August in Wien befindet, erlebt deshalb keine vollständige Verdunkelung der Sonnenscheibe und keine Totalitätsphase. Für Suchanfragen wie „totale Sonnenfinsternis Österreich 2026“ ist diese Unterscheidung wichtig: Das astronomische Ereignis ist global total, seine lokale Erscheinungsform in Wien und Österreich aber partiell.

Warum ein freier Westhorizont in Wien wichtiger ist als ein hoher Aussichtspunkt

Bei vielen astronomischen Ereignissen gilt ein möglichst hoher Standort als Vorteil. Für die Sonnenfinsternis am 12. August ist diese Faustregel in Wien nur eingeschränkt hilfreich, denn entscheidend ist nicht allein die Höhe, sondern die Frage, ob die Sicht bis tief an den westlichen Horizont tatsächlich frei bleibt.

Die Sonne sinkt während der gesamten partiellen Phase weiter ab. Gebäude, Baumreihen und die westlich von Wien gelegenen Höhenzüge können deshalb den Blick versperren, obwohl die Sonne astronomisch noch nicht untergegangen ist. Genau dieses Problem betrifft sogar die offiziellen Beobachtungsplätze.

Von der Dachterrasse der Urania soll die Sonne nach Angaben der Wiener Volkshochschulen bereits ungefähr um 19:50 Uhr hinter Gebäuden verschwinden. An der Neuen Donau wird ebenfalls damit gerechnet, dass die Sicht gegen 19:50 Uhr endet, dort allerdings wegen der Wienerwaldhügel.

Das astronomische Maximum und das von einem konkreten Standort tatsächlich sichtbare Maximum sind deshalb nicht dasselbe. Ein Standort mit einem ungewöhnlich offenen und tiefen Westhorizont kann einen längeren Blick auf die Finsternis ermöglichen als ein bekannter Aussichtspunkt, vor dem sich Gebäude, Vegetation oder Gelände befinden.

Wo kann man die Sonnenfinsternis 2026 in Wien offiziell beobachten

Für den Abend des 12. August bieten das Planetarium Wien und die Wiener Volkshochschulen zwei besonders relevante öffentliche Beobachtungsmöglichkeiten an: die Urania Sternwarte im 1. Bezirk und einen Standort an der Neuen Donau auf Höhe Reichsbrücke/Copa Beach. Beide Angebote sind kostenlos, unterscheiden sich jedoch bei Reservierung und örtlichen Sichtbedingungen.

Sonnenfinsternis in der Urania Sternwarte

Die Urania Sternwarte befindet sich in der Uraniastraße 1, 1010 Wien. Der Einlass beginnt am 12. August um 19:00 Uhr, das Programm ist von 19:20 bis 20:45 Uhr angesetzt. Der Eintritt ist kostenlos, eine Reservierung ist jedoch erforderlich. Nach dem derzeitigen offiziellen Veranstaltungseintrag sind die verfügbaren Plätze bereits ausgebucht.

Bei geeignetem Wetter wird die partielle Finsternis von der Dachterrasse aus beobachtet. Die Veranstalter stellen Solar Viewer für die sichere direkte Beobachtung kostenlos zur Verfügung. Wegen des laufenden Umbaus der Urania Sternwarte und des sehr niedrigen Sonnenstandes stehen keine Teleskope zur Sonnenbeobachtung bereit.

Die wichtigste Einschränkung betrifft die Sichtdauer: Bereits gegen 19:50 Uhr verschwindet die Sonne von der Dachterrasse aus hinter umliegenden Gebäuden. Das astronomische Maximum kann von dort deshalb nicht direkt beobachtet werden. Im Dachsaal wird jedoch unabhängig vom Wetter zwischen 19:20 und 20:45 Uhr ein Livestream der Sonnenfinsternis gezeigt.

Sonnenfinsternis an der Neuen Donau

Eine zweite kostenlose öffentliche Beobachtung ist am linken Ufer der Neuen Donau auf Höhe Reichsbrücke/Copa Beach vorgesehen. Auch dort stellt das Planetarium Solar Viewer für die sichere Beobachtung zur Verfügung.

Der offene Uferbereich bietet gegenüber dicht bebauten Teilen der Innenstadt grundsätzlich günstigere Voraussetzungen. Dennoch kann auch dieser Standort das späte Maximum nicht vollständig sichtbar machen. Wegen des niedrigen Sonnenstandes soll die Sonne nach Angaben des Planetariums ungefähr gegen 19:50 Uhr hinter den Wienerwaldhügeln verschwinden.

Wer dorthin kommt, sollte deshalb ebenfalls nicht auf das rechnerische Maximum warten. Der interessanteste praktisch sichtbare Abschnitt beginnt bereits kurz nach 19:20 Uhr und entwickelt sich in der folgenden halben Stunde deutlich.

Wo kann man die Sonnenfinsternis in Wien ohne Veranstaltung sehen

Eine organisierte Veranstaltung ist nicht erforderlich. Grundsätzlich lässt sich die partielle Sonnenfinsternis überall dort beobachten, wo die Sonne sichtbar ist und ein geeigneter Augenschutz verwendet wird. Für Wien sollte bei der Standortwahl allerdings konsequent nach einem möglichst offenen Westhorizont gesucht werden.

Große freie Flächen und offene Uferbereiche können günstiger sein als enge Straßenzüge. Auch Parks sind nicht automatisch ideal: Eine Baumreihe am westlichen Rand kann die tief stehende Sonne bereits lange vor ihrem tatsächlichen Untergang verdecken.

Wer einen eigenen Beobachtungsplatz auswählen möchte, kann ihn am Vorabend ungefähr zur selben Uhrzeit testen. Ist die Sonne dort zwischen 19:20 und 20 Uhr bereits durch Gebäude, Bäume oder Gelände verdeckt, dürfte der Standort auch während der Sonnenfinsternis problematisch sein.

Besonders wichtig ist ausreichend Zeit. Da die sichtbare Phase in Wien bereits gegen 19:22 Uhr beginnt, sollte der Platz idealerweise vor 19 Uhr erreicht werden. So bleibt genügend Zeit, die Sichtachse zu prüfen und den Augenschutz vorzubereiten.

Wo bekommt man eine Sonnenfinsternis-Brille in Wien?

Das Planetarium Wien hat für das Ereignis eigene Solar Viewer produziert. Nach Angaben der Einrichtung funktionieren sie nach dem Prinzip einer Sonnenfinsternis-Brille und ermöglichen die sichere direkte Beobachtung der Sonne. Sie sind während der Öffnungszeiten an der Kassa des Planetariums erhältlich, allerdings ausdrücklich nur solange der Vorrat reicht.

Bei den offiziellen Beobachtungen in der Urania und an der Neuen Donau werden ebenfalls Solar Viewer bereitgestellt. Wer eine Sonnenfinsternis-Brille anderswo kauft, sollte darauf achten, dass sie ausdrücklich für die direkte Sonnenbeobachtung vorgesehen ist. Geeignete Solar Viewer sollten dem internationalen Sicherheitsstandard ISO 12312-2 entsprechen.

Normale Sonnenbrillen sind dagegen ungeeignet – auch dann, wenn sie sehr dunkel sind oder mehrere Brillen übereinander getragen werden. Entscheidend ist nicht, wie dunkel die Sonne durch einen Filter erscheint, sondern ob das Produkt speziell für die direkte Sonnenbeobachtung ausgelegt ist.

Wie beobachtet man die Sonnenfinsternis sicher?

Da Wien keine Totalität erlebt, muss bei jeder direkten Beobachtung ein geeigneter Sonnenfilter verwendet werden. Es gibt während der Wiener Finsternis keinen Moment, in dem die normale Sonnenscheibe vollständig vom Mond verdeckt und der direkte Blick ohne entsprechenden Schutz erlaubt wäre.

Eine Sonnenfinsternis-Brille oder ein Hand-Solar-Viewer sollte vor der Verwendung auf Schäden kontrolliert werden. Zerkratzte, eingerissene oder anderweitig beschädigte Filter sollten nicht verwendet werden. Kinder sollten bei der Sonnenbeobachtung beaufsichtigt werden.

Besondere Vorsicht gilt bei Ferngläsern, Teleskopen und Kameras mit optischem Sucher. Sonnenfinsternis-Brillen werden nicht einfach zusammen mit solchen Geräten verwendet. Optische Systeme bündeln das Sonnenlicht und benötigen dafür geeignete Solarfilter, die fachgerecht vor der Optik angebracht werden. Wer damit keine Erfahrung hat, sollte auf improvisierte Lösungen verzichten.

Kann man die Sonnenfinsternis ohne Brille beobachten

Wer keinen geeigneten Solar Viewer besitzt, muss das Ereignis nicht vollständig verpassen. Eine sichere Alternative ist die indirekte Projektion, bei der nicht direkt zur Sonne geschaut wird.

Eine einfache Möglichkeit ist ein Pinhole-Projektor. Dabei wird ein kleines Loch in ein Stück Karton gestochen. Mit dem Rücken zur Sonne lässt man das Sonnenlicht durch die Öffnung auf eine zweite helle Fläche fallen. Dort entsteht ein kleines Abbild der Sonnenscheibe, das während der Finsternis zunehmend sichelförmig wird.

Entscheidend ist, dass ausschließlich die Projektion betrachtet wird. Man schaut weder durch die Öffnung noch direkt in Richtung Sonne. Auch ein Küchensieb kann nach demselben Prinzip zahlreiche kleine Abbilder der teilweise bedeckten Sonne auf eine helle Fläche projizieren.

Improvisierte Augenfilter aus dunklen Kunststofffolien, CDs, DVDs, geschwärztem Glas oder mehreren übereinandergelegten Sonnenbrillen sind dagegen keine sichere Alternative.

Kann man die Sonnenfinsternis mit dem Handy fotografieren?

Die Kombination aus partieller Sonnenfinsternis und Sonnenuntergang bietet ein ungewöhnliches Fotomotiv, doch Augen- und Kameraschutz müssen getrennt betrachtet werden. Ein Smartphone-Display macht die Beobachtung nicht automatisch sicher, wenn man beim Fotografieren immer wieder direkt an der Kamera vorbei in die Sonne schaut.

Bei Kameras mit größeren Objektiven, Teleskopen oder Ferngläsern ist zusätzliche Vorsicht erforderlich, weil die Optik Sonnenlicht konzentriert. Für solche Geräte werden geeignete, speziell dafür vorgesehene Solarfilter benötigt. Wer keine Erfahrung mit Sonnenfotografie besitzt, sollte nicht mit selbst gebauten Filtern experimentieren.

Für viele Besucher dürfte deshalb die einfachste Lösung darin bestehen, das Ereignis mit geeignetem Augenschutz direkt zu verfolgen und für detaillierte Aufnahmen oder die Phase nahe dem Maximum auf professionelle Übertragungen zurückzugreifen.

Warum kann man das Maximum von der Urania nicht direkt sehen?

Die offiziellen Zeiten können ohne lokalen Kontext irreführend wirken. Das astronomische Maximum liegt nach den Angaben des Planetariums unmittelbar vor dem Sonnenuntergang, die direkte Sicht von der Urania endet jedoch voraussichtlich bereits ungefähr 20 Minuten früher.

Der Grund ist kein vorzeitiges Ende der Finsternis, sondern die Umgebung des Beobachtungsortes. Die tief stehende Sonne verschwindet von der Dachterrasse gegen 19:50 Uhr hinter Gebäuden. Deshalb wird das Ereignis anschließend im Dachsaal per Livestream weiterverfolgt.

An der Neuen Donau entsteht ein ähnlicher Effekt durch die Landschaft. Dort sollen die Wienerwaldhügel die tief stehende Sonne ungefähr zur selben Zeit verdecken. Wer möglichst lange direkt beobachten möchte, benötigt deshalb einen Standort, dessen Sichtlinie nach Westen bis fast an den tatsächlichen Horizont reicht.

Sonnenfinsternis und Perseiden: Was ist am 12. August 2026 noch zu sehen?

Der 12. August fällt zugleich in die Zeit des jährlichen Perseiden-Meteorstroms. Damit stehen an einem Abend zwei völlig unterschiedliche astronomische Ereignisse im Mittelpunkt: zunächst die partielle Sonnenfinsternis kurz vor Sonnenuntergang und später die Perseiden am Nachthimmel.

Für beide Ereignisse gelten allerdings unterschiedliche Anforderungen an den Standort. Während bei der Sonnenfinsternis vor allem ein freier Westhorizont zählt, sind für Sternschnuppen ein dunkler Himmel, wenig störendes Kunstlicht und ein möglichst weiter Blick über den Himmel vorteilhaft.

Das Planetarium Wien bietet am Abend des 12. August außerdem ein Perseiden-Special an. Wer beide Ereignisse verbinden möchte, sollte beachten, dass die Sonnenfinsternis bereits kurz nach 19:20 Uhr beginnt und die eigentliche Sternschnuppenbeobachtung erst bei ausreichend dunklem Himmel sinnvoll wird.

Wann war die letzte totale Sonnenfinsternis in Wien?

Die letzte von Wien aus sichtbare totale Sonnenfinsternis fand am 11. August 1999 statt. Das Planetarium Wien zieht ausdrücklich den Vergleich mit diesem Ereignis und bezeichnet die Finsternis 2026 als die stärkste Sonnenverfinsterung in Wien seit 1999.

Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Wien 1999 innerhalb des Bereichs lag, in dem eine Totalität beobachtet werden konnte. Am 12. August 2026 bleibt die Finsternis dagegen partiell. Genau deshalb gelten die Schutzregeln für direkte Sonnenbeobachtung während der gesamten sichtbaren Phase.

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Wien?

Wer die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 verpasst, muss auf die nächste partielle Finsternis nicht jahrzehntelang warten. Nach Angaben des Planetariums Wien wird bereits am 2. August 2027 wieder eine partielle Sonnenfinsternis von Wien aus sichtbar sein.

Auf eine totale Sonnenfinsternis muss die Stadt erheblich länger warten. Als nächste von Wien aus sichtbare totale Sonnenfinsternis nennt das Planetarium den 3. September 2081. Der große zeitliche Abstand verdeutlicht, wie selten eine Totalität an einem bestimmten Ort tatsächlich ist.

Sonnenfinsternis 2026 Wien: Fragen und Antworten

Wann ist die Sonnenfinsternis 2026 in Wien?

Die partielle Sonnenfinsternis findet am Mittwoch, 12. August 2026, statt. Nach Angaben des Planetariums Wien beginnt sie gegen 19:22 Uhr.

Wann erreicht die Sonnenfinsternis in Wien ihre stärkste Phase?

Das Planetarium Wien gibt das Maximum unmittelbar vor dem Sonnenuntergang gegen 20:13 bis 20:14 Uhr an. Andere astronomische Berechnungen können um wenige Minuten abweichen.

Wie stark wird die Sonnenfinsternis in Wien?

Das Planetarium Wien nennt einen maximalen Bedeckungsgrad von ungefähr 89 Prozent und bezeichnet sie als stärkste Sonnenverfinsterung in Wien seit 1999. Je nach astronomischer Quelle und verwendeter Kennzahl können abweichende Prozentangaben erscheinen.

Ist die Sonnenfinsternis 2026 in Österreich total?

Nein. Österreich liegt außerhalb des Totalitätsstreifens. Die Finsternis ist hier partiell sichtbar, während die Totalitätszone unter anderem Teile Grönlands, Islands und Spaniens erreicht.

Wo kann man die Sonnenfinsternis in Wien beobachten?

Kostenlose offizielle Beobachtungen sind in der Urania Sternwarte und an der Neuen Donau auf Höhe Reichsbrücke/Copa Beach vorgesehen. Für die Urania ist eine Reservierung erforderlich; die Veranstaltung ist nach aktuellem Stand ausgebucht.

Warum ist ein freier Blick nach Westen so wichtig?

Die Sonne steht während der Finsternis sehr niedrig. Häuser, Bäume und insbesondere die Wienerwaldhügel können sie deshalb deutlich vor dem astronomischen Sonnenuntergang verdecken.

Braucht man eine Sonnenfinsternis-Brille?

Für jede direkte Beobachtung der partiell bedeckten Sonne ist ein geeigneter Solar Viewer beziehungsweise eine Sonnenfinsternis-Brille erforderlich. Normale Sonnenbrillen bieten keinen ausreichenden Schutz.

Wo bekommt man Solar Viewer in Wien?

Das Planetarium Wien verkauft eigene Solar Viewer an seiner Kassa, solange der Vorrat reicht. Bei den offiziellen Beobachtungen werden ebenfalls Viewer zur Verfügung gestellt.

Kann man die Sonnenfinsternis ohne Brille sehen?

Ja, allerdings nur indirekt, beispielsweise mit einem Pinhole-Projektor. Dabei wird ein Bild der Sonne auf eine Fläche projiziert und nicht direkt in die Sonne geschaut.

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Wien?

Die nächste von Wien aus sichtbare partielle Sonnenfinsternis ist nach Angaben des Planetariums für den 2. August 2027 angekündigt. Die nächste totale Sonnenfinsternis über Wien wird erst am 3. September 2081 erwartet.

Was Wiener für den 12. August konkret wissen müssen

Für die Beobachtung der Sonnenfinsternis 2026 in Wien sind letztlich drei Dinge entscheidend: rechtzeitig kommen, freie Sicht nach Westen finden und ausschließlich mit geeignetem Augenschutz direkt zur Sonne schauen. Die partielle Phase beginnt bereits gegen 19:22 Uhr. Wer erst kurz vor dem rechnerischen Maximum erscheint, kann zu spät sein, weil die Sonne an vielen Wiener Standorten schon vorher hinter Gebäuden, Bäumen oder den Wienerwaldhügeln verschwindet. Als praktische Ankunftszeit bietet sich deshalb etwa 19 Uhr an. Die Urania und die Neue Donau bieten organisierte Beobachtungsmöglichkeiten mit Solar Viewern, allerdings endet die direkte Sicht dort voraussichtlich schon gegen 19:50 Uhr. Wer einen eigenen Standort auswählt, sollte vor allem dessen Westhorizont prüfen und nicht allein danach entscheiden, wie bekannt oder hoch der Aussichtspunkt ist. Die wichtigsten Eckdaten lauten damit: 12. August 2026, Beginn gegen 19:22 Uhr, starke partielle Bedeckung und eine stärkste Phase unmittelbar vor dem Sonnenuntergang. Gerade diese Kombination macht das Ereignis für Wien außergewöhnlich. Sie bedeutet zugleich, dass die besten Beobachtungschancen nicht erst beim rechnerischen Maximum entstehen, sondern während der gesamten Entwicklung der Finsternis ab kurz nach 19:20 Uhr.

Verwendete Materialien: Planetarium Wien / Wiener Volkshochschulen, Urania Sternwarte, NASA Science, Timeanddate.

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