Wien mit Kindern funktioniert am besten, wenn nicht nur nach bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern nach Alter, Wetter, Eintritt und tatsächlichem Zeitbedarf geplant wird. Tiergarten Schönbrunn kann einen ganzen Tag füllen, das Haus des Meeres rettet einen verregneten Nachmittag, im Technischen Museum zahlen Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren keinen Eintritt, und an Neuer Donau oder im Lainzer Tiergarten kostet der Familienausflug überhaupt nichts. Dazu kommen Prater, ZOOM Kindermuseum, Naturhistorisches Museum, Haus der Musik und mehrere kleinere Ziele, die sich ohne lange Wege miteinander kombinieren lassen. Dieser Guide bündelt 18 Ausflugsziele in Wien mit Kindern mit konkreten Adressen, Preisen, Öffnungszeiten, Altersempfehlungen und der sinnvollsten Anreise.
Die Angaben sind auf den Stand August 2026 gebracht. Gerade bei einem Familienausflug machen Details einen großen Unterschied: Der Tiergarten kostet für zwei Erwachsene und zwei schulpflichtige Kinder 92 Euro, das Technische Museum für dieselbe Familie dagegen nur 36 Euro, weil unter 19-Jährige gratis hineinkommen. Im Prater ist der Eintritt frei, dafür werden die Fahrgeschäfte einzeln bezahlt. ZOOM arbeitet mit festen Beginnzeiten, während das Haus des Meeres täglich bis 20 Uhr geöffnet ist. Wer Wien mit Kindern besucht, kann deshalb auch mit kleinem Budget mehrere volle Tage planen, wenn kostenpflichtige Klassiker mit kostenlosen Parks, Natur- und Badeplätzen kombiniert werden, berichtet die Redaktion von Wien Today.
Die besten Familienausflüge in Wien im schnellen Vergleich
Für einen ersten Überblick sind Preis und Zeitbedarf wichtiger als die reine Popularität. Ein kurzer Besuch im Schmetterlinghaus lässt sich leicht mit Hofburg oder Stadtpark verbinden. Tiergarten, Lainzer Tiergarten und Gänsehäufel sind dagegen Ziele, für die ein großer Teil des Tages reserviert werden sollte.
| Ausflugsziel | Adresse | Alter | Eintritt | Zeitbedarf | Am besten bei |
|---|---|---|---|---|---|
| Tiergarten Schönbrunn | Maxingstraße 13b, 1130 Wien | ab 2 | Erw. 29 €, 6–18 J. 17 € | 4–6 Std. | trockenem Wetter |
| Kindermuseum Schönbrunn | Schloss Schönbrunn, 1130 Wien | 3–10 | 12 € ab 3 J. | 1–2 Std. | jedem Wetter |
| Schlosspark & Irrgarten | Schönbrunner Schloßstraße, 1130 Wien | ab 3 | Park gratis | 2–4 Std. | trockenem Wetter |
| Wurstelprater | Riesenradplatz, 1020 Wien | ab 2 | Eintritt gratis | 2–5 Std. | trockenem Wetter |
| Pratermuseum | Prater 92, 1020 Wien | ab 6 | Erw. 8 €, U19 gratis | 1–2 Std. | Regen |
| Haus des Meeres | Fritz-Grünbaum-Platz 1, 1060 Wien | ab 2 | Erw. 23,50 € | 2–3 Std. | Regen/Hitze |
| Technisches Museum | Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien | ab 1,5 | Erw. 18 €, U19 gratis | 3–5 Std. | Regen |
| Naturhistorisches Museum | Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien | ab 4 | Erw. 18 €, U19 gratis | 2–4 Std. | Regen |
| ZOOM Kindermuseum | Museumsplatz 1, 1070 Wien | ab 8 Monaten | je nach Programm | 1–2 Std. | Regen |
| Haus der Musik | Seilerstätte 30, 1010 Wien | ab 4 | kostenpflichtig | 2–3 Std. | Regen/Abend |
| Wien Museum | Karlsplatz 8, 1040 Wien | ab 5 | Dauerausstellung gratis | 2–3 Std. | Regen |
| Schmetterlinghaus | Burggarten, 1010 Wien | ab 3 | kostenpflichtig | 45–90 Min. | kühlem Wetter |
| Lainzer Tiergarten | Hermesstraße, 1130 Wien | ab 3 | gratis | 3–6 Std. | trockenem Wetter |
| Familienbadestrand | Am Bruckhaufen 9, 1210 Wien | jedes Alter | gratis | 2–6 Std. | Sommer |
| Strandbad Gänsehäufel | Moissigasse 21, 1220 Wien | jedes Alter | kostenpflichtig | 4–8 Std. | Sommer |
| CopaBeach | Donauinsel, 1220 Wien | ab 5 | gratis | 2–5 Std. | Sommer |
| Stadtpark | Parkring, 1010 Wien | jedes Alter | gratis | 1–2 Std. | trockenem Wetter |
| Türkenschanzpark | 1180 Wien | jedes Alter | gratis | 2–3 Std. | trockenem Wetter |
Für Familien mit zwei oder drei Kindern sind Museen mit freiem Eintritt unter 19 Jahren häufig günstiger als touristische Rabattkarten.
1. Tiergarten Schönbrunn für einen ganzen Familientag
Der Tiergarten Schönbrunn an der Maxingstraße 13b ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt und gehört zu den stärksten Sehenswürdigkeiten in Wien mit Kindern. Er wurde 1752 gegründet und liegt mitten im Schlossareal Schönbrunn. Familien finden hier nicht nur Tiergehege, sondern auch mehrere Spielbereiche und genügend Gastronomie für einen langen Aufenthalt. Ein kompletter Rundgang braucht deutlich mehr Zeit, als der Plan zunächst vermuten lässt.
Zu den großen Bereichen gehören Elefantenpark, Giraffenpark, Eisbärenwelt, Polarium, Regenwaldhaus, Tirolerhof sowie Aquarien und Terrarien. Mit Vorschulkindern reicht es meistens, vier oder fünf Bereiche auszuwählen und dazwischen einen Spielplatz einzuplanen. Schulkinder können problemlos vier bis sechs Stunden im Zoo verbringen.
Der Tiergarten öffnet täglich um 9 Uhr, auch an Feiertagen und an allen 365 Tagen des Jahres. Von April bis September ist bis 18:30 Uhr geöffnet, im März bis 17:30 Uhr, im Februar bis 17 Uhr und in den Wintermonaten teilweise nur bis 16:30 Uhr. Letzter Einlass und Kassenschluss liegen jeweils 30 Minuten vor Schließung.
Adresse: Maxingstraße 13b, 1130 Wien
Öffnungszeiten: täglich ab 9:00 Uhr
Preis 2026: Erwachsene 29 €, Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren 17 €, Kinder unter 6 Jahren gratis
Alter: ab etwa 2 Jahren
Zeitbedarf: 4–6 Stunden
Anreise: U4 bis Hietzing
Für den Zoo ist Hietzing die sinnvollere U4-Station als Schönbrunn. Von dort liegt der Eingang beim Hietzinger Tor wesentlich günstiger. Die aktuellen saisonalen Zeiten und Preise veröffentlicht der Tiergarten Schönbrunn direkt in seiner Besucherinformation.
„Täglich ab 9:00 Uhr geöffnet – 365 Tage im Jahr“, lautet die feste Grundregel des Tiergartens.
Für zwei Erwachsene und zwei Kinder zwischen sechs und 18 Jahren kostet der Eintritt 92 Euro. Bei drei Kindern liegt man bereits bei 109 Euro. Wer während eines längeren Wien-Aufenthalts noch Kindermuseum und Irrgarten besuchen möchte, sollte deshalb die Kombitickets prüfen.
2. Kindermuseum Schloss Schönbrunn
Das Kindermuseum liegt innerhalb des Schlossareals und funktioniert anders als eine klassische Führung durch Prunkräume. Kinder erfahren dort, wie Kaiserkinder wohnten, spielten, sich kleideten und welche Regeln am Hof galten. Sie können historische Kleidung ausprobieren, eine kaiserliche Tafel decken und verschiedene Alltagsdetails selbst entdecken.
Das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 12 Euro, Kinder von drei bis 18 Jahren ebenfalls 12 Euro. Der Eintritt ist an feste Einlasszeiten gebunden. Gerade während Ferien, Feiertagen und an Wochenenden ist ein reserviertes Zeitfenster deshalb sinnvoll.
Adresse: Schloss Schönbrunn, 1130 Wien
Öffnungszeiten: täglich 10:00–17:00 Uhr
Eintritt: 12 € Erwachsene, 12 € Kinder 3–18 Jahre
Alter: besonders gut von 3 bis etwa 10 Jahren
Zeitbedarf: 60–90 Minuten
Anreise: U4 Schönbrunn
Das Kindermuseum ist stark genug für einen eigenständigen Besuch, entfaltet aber seinen größten Nutzen als Ergänzung zu Schlosspark oder Irrgarten. Mit kleineren Kindern ist diese Kombination häufig entspannter als mehrere Stunden klassische Schlossbesichtigung.
Für Familien gibt es 2026 außerdem ein Kombiticket mit Kindermuseum, Irrgarten und Tiergarten. Erwachsene zahlen 39 Euro, Kinder von sechs bis 18 Jahren 29 Euro. Es ist in der Sommersaison vom 27. März bis 2. November erhältlich und bringt laut Schönbrunn mindestens 20 Prozent Ersparnis gegenüber den entsprechenden Einzeleintritten.
3. Schlosspark Schönbrunn und Irrgarten
Der Schlosspark gehört zu den größten kostenlosen Familienflächen in einem touristischen Zentrum Wiens. Die Parkanlagen öffnen täglich um 6:30 Uhr, der normale Parkbesuch kostet keinen Eintritt. Tickets werden nur für Sonderbereiche wie Irrgarten, Kronprinzengarten oder Orangeriegarten benötigt.
Für Kinder bietet der Park mehr als einen Weg zwischen Schloss und Gloriette. Lange Alleen, Brunnen, Waldabschnitte und die Steigung zur Gloriette liefern genug Bewegung für zwei oder drei Stunden. Wer mit Kinderwagen unterwegs ist, kann sich auf die flacheren Bereiche nahe Schloss und Tiergarten konzentrieren.
Der Irrgarten ist besonders für Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter interessant. Dazu kommt das Labyrinthikon mit Spiel- und Experimentiermöglichkeiten. Das Kombiticket aus Kindermuseum und Irrgarten kostet 2026 für Erwachsene und Kinder von sechs bis 18 Jahren jeweils 16 Euro. Kinder von drei bis fünf Jahren benötigen nur das Kindermuseum-Ticket. Die Saison läuft vom 27. März bis 2. November.
Schönbrunn funktioniert mit Kindern besser als Tagesgebiet denn als Liste von fünf Attraktionen, die unbedingt vollständig abgearbeitet werden müssen.
Ein praktikabler Familientag beginnt um 9 Uhr im Tiergarten. Gegen 13 Uhr folgt eine längere Pause. Danach reichen Schlosspark und entweder Irrgarten oder Kindermuseum. Die Gloriette sollte nur als zusätzlicher Punkt eingeplant werden, wenn die Kinder nach mehreren Stunden noch Lust auf den längeren Anstieg haben.
4. Wurstelprater für Karussells, Achterbahnen und Riesenrad
Der Wurstelprater rund um den Riesenradplatz in 1020 Wien ist kein Freizeitpark mit Tageskarte. Das Gelände ist kostenlos und 24 Stunden zugänglich, jede Attraktion wird einzeln bezahlt. Dadurch lässt sich ein Besuch sehr flexibel an Alter und Budget anpassen.
Die Hauptsaison läuft vom 15. März bis 31. Oktober. Während dieser Zeit haben die Attraktionen täglich geöffnet, wobei jeder Betrieb seine konkreten Zeiten selbst festlegt. Vom 1. November bis 14. März läuft Wintersaison; bei gutem Wetter bleiben ausgewählte Anlagen geöffnet. Ganzjahresbetriebe wie das Wiener Riesenrad haben eigene Zeiten.
Die Fahrpreise liegen laut Prater Wien ungefähr zwischen 3,50 und 15 Euro pro Attraktion. Bei vielen kleineren Betrieben sollte Bargeld vorhanden sein, da nicht überall Kartenzahlung angeboten wird. Insgesamt gibt es mehr als 250 Attraktionen.
Adresse: Riesenradplatz, 1020 Wien
Eintritt: Gelände gratis
Fahrgeschäfte: meist etwa 3,50–15 € pro Fahrt
Alter: von Kleinkind bis Teenager
Zeitbedarf: 2–5 Stunden
Anreise: U1 oder U2 bis Praterstern
Kleine Kinder finden Karussells, Mini-Bahnen und langsamere Fahrgeschäfte. Ab dem Volksschulalter wächst die Auswahl deutlich. Bei schnelleren Anlagen gelten Größen- und teilweise Altersbeschränkungen, die direkt an den jeweiligen Attraktionen angegeben werden.
Der Eintritt in den Wurstelprater ist kostenlos; bezahlt werden die einzelnen Fahrgeschäfte direkt bei den jeweiligen Betrieben.
Für eine vierköpfige Familie kann der Prater sehr günstig oder überraschend teuer werden. Zwei Fahrten pro Kind sind überschaubar. Fünf oder sechs Fahrten plus Riesenrad und Essen können die Kosten eines Zoobesuchs übertreffen.
Direkt hinter dem Vergnügungsbereich beginnt der Grüne Prater. Hauptallee, Wiesen und lange Wege eignen sich für Kinderwagen, Laufrad und Picknick. Ein Familiennachmittag lässt sich deshalb gut aus einigen Fahrgeschäften und mehreren kostenlosen Stunden im Grünen zusammensetzen.
5. Pratermuseum für einen ruhigeren Blick auf den Prater
Das Pratermuseum befindet sich in der Straße des Ersten Mai, Prater 92. Es zeigt die Geschichte des Wiener Vergnügungsareals und eignet sich eher für Schulkinder als für Kleinkinder. Historische Objekte, Figuren, Bilder und Dokumente erklären, wie sich der Prater von einem traditionellen Vergnügungsort zum heutigen Areal entwickelt hat.
Geöffnet ist Freitag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 8 Euro, unter 19-Jährige haben freien Eintritt. Vom 1. November bis 14. März befindet sich das Museum in Winterpause. Jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt für alle kostenlos.
Adresse: Prater 92, Straße des Ersten Mai, 1020 Wien
Öffnungszeiten: Freitag–Sonntag 11:00–18:00 Uhr
Eintritt: 8 € Erwachsene, unter 19 gratis
Alter: ab etwa 6 Jahren
Zeitbedarf: 60–90 Minuten
Anreise: U1/U2 Praterstern
Das Museum ist kein Ersatz für Fahrgeschäfte. Als kurze Pause bei Hitze, Regen oder nach mehreren Stunden draußen funktioniert es dagegen gut, weil keine zusätzliche Anreise nötig ist.
6. Haus des Meeres für Regen, Hitze und späte Nachmittage
Das Haus des Meeres am Fritz-Grünbaum-Platz 1 gehört zu den zuverlässigsten Zielen für Wien mit Kindern bei Regen. Aquarien, Terrarien und Tierbereiche verteilen sich auf mehrere Ebenen des ehemaligen Flakturms. Zu sehen sind unter anderem Haie, Rochen, Schildkröten, Krokodile, Schlangen, Echsen, Fische, Vögel und Affen.
Der große Vorteil gegenüber vielen Museen ist die lange tägliche Öffnungszeit. Das Haus des Meeres hat bis 20 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 19:30 Uhr. Der Betreiber weist darauf hin, dass es an Wochenenden, Feiertagen und in Ferien besonders am Vormittag zu längeren Wartezeiten kommen kann.
Erwachsene zahlen online 23,50 Euro. Kinder von sechs bis 15 Jahren kosten 9,80 Euro. Für Drei- bis Fünfjährige gilt ein eigener Kleinkindtarif; unter drei Jahren ist der Eintritt kostenlos.
Adresse: Fritz-Grünbaum-Platz 1, 1060 Wien
Öffnungszeiten: täglich bis 20:00 Uhr, letzter Einlass 19:30 Uhr
Eintritt Erwachsene: 23,50 € online
Kinder 6–15: 9,80 €
Alter: ab etwa 2 Jahren
Zeitbedarf: 2–3 Stunden
Anreise: U3 Neubaugasse
Für zwei Erwachsene und zwei Kinder von sechs bis 15 Jahren ergeben sich 66,60 Euro Eintritt. Damit liegt das Haus des Meeres deutlich unter dem Tiergarten, bleibt aber eines der teureren Indoor-Ziele.
Die Öffnung bis 20 Uhr macht das Haus des Meeres besonders wertvoll, wenn Regen erst am Nachmittag einsetzt oder ein anderer Programmpunkt früher endet.
Mit großem Kinderwagen ist etwas Planung nötig. Wegen der räumlichen Situation im Turm sind die Aufzüge an besucherstarken Tagen ein Engpass. Für einen möglichst ruhigen Besuch ist der spätere Nachmittag oft angenehmer als Samstagvormittag.
7. Technisches Museum Wien für mehrere Stunden ohne Kindereintritt
Das Technische Museum an der Mariahilfer Straße 212 ist eines der besten Preis-Leistungs-Ziele für Familien. Erwachsene zahlen 18 Euro, Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren kommen kostenlos hinein. Zwei Erwachsene mit zwei oder drei Kindern zahlen deshalb insgesamt nur 36 Euro Eintritt.
Das Museum zeigt Verkehr, Maschinen, Energie, Technikgeschichte, Medien und verschiedene wissenschaftliche Themen. Für kleine Kinder sind zwei eigene Bereiche wichtig: minTi richtet sich an Kinder von 1,5 bis fünf Jahren, miniXplore an Drei- bis Achtjährige. Für beide können Zeitfenster reserviert werden.
Regulär öffnet das Museum Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Vom 6. Juli bis 6. September gelten täglich Sommeröffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr. Geschlossen ist am 1. Januar, 1. Mai sowie am 25. und 31. Dezember.
Adresse: Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien
Eintritt: Erwachsene 18 €, unter 19 Jahre gratis
Alter: ab 1,5 Jahren
Zeitbedarf: 3–5 Stunden
Anreise: U3 Johnstraße + etwa 10 Minuten zu Fuß; U4 Schönbrunn + etwa 10 Minuten; Straßenbahn 52 oder 60 bis Winckelmannstraße
Die offizielle Besuchsinformation des Technischen Museums nennt neben Öffnungszeiten auch Kinderbereiche und öffentliche Verbindungen.
Für Teenager gibt es neben den Hauptausstellungen zusätzliche Bereiche wie techLAB. BIRDLY, ein VR-Flugerlebnis, ist ab zehn Jahren vorgesehen. Dadurch verliert das Museum auch für ältere Kinder nicht sofort seinen Reiz.
8. Naturhistorisches Museum mit Dinosauriern und Naturgeschichte
Das Naturhistorische Museum am Maria-Theresien-Platz ist einer der klassischen Familienausflüge in Wien, wenn Kinder Dinosaurier, Tiere, Meteoriten, Mineralien oder Naturwissenschaften mögen. Das Gebäude selbst ist groß, aber für einen gelungenen Familienbesuch muss nicht jede Sammlung vollständig gesehen werden.
Mit Kindergartenkindern funktioniert eine Auswahl aus Dinosauriern und Tierbereichen besser als ein vierstündiger Rundgang. Schulkinder können deutlich länger bleiben. Besonders bei starkem Regen ist das Museum deshalb ein Ziel, das einen ganzen Vormittag oder Nachmittag tragen kann.
Adresse: Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Alter: besonders gut ab etwa 4 Jahren
Zeitbedarf: 2–4 Stunden
Anreise: U3 Volkstheater, anschließend wenige Minuten zu Fuß
Ein zusätzlicher Vorteil ist die Lage. MuseumsQuartier, Volksgarten, Burggarten und Ringstraße liegen direkt daneben. Bei wechselhaftem Wetter kann der Museumsbesuch deshalb mit einer Stunde draußen kombiniert werden, ohne erneut durch die halbe Stadt fahren zu müssen.
Für Familien mit mehreren Kindern ist der freie Eintritt für Besucher unter 19 Jahren ein entscheidender Kostenfaktor. Zwei Erwachsene zahlen damit nur zwei reguläre Eintrittskarten.
9. ZOOM Kindermuseum im MuseumsQuartier
Das ZOOM Kindermuseum unterscheidet sich von klassischen Museen, weil seine Angebote nach Altersgruppen aufgebaut sind. Hier entscheidet nicht nur das Thema, sondern das Alter des Kindes darüber, welcher Bereich sinnvoll ist.
Der ZOOM Ozean richtet sich an die Kleinsten und beginnt bereits im Baby- und Kleinkindalter. Atelier, Mitmachausstellung und Trickfilmstudio sprechen jeweils ältere Kinder an. Dadurch kann ein Vierjähriger ein völlig anderes Programm besuchen als ein Zwölfjähriger.
Adresse: Museumsplatz 1, MuseumsQuartier, Hof 2, 1070 Wien
Alter: ab etwa 8 Monaten bis 14 Jahre, abhängig vom Programm
Zeitbedarf: meist 1–2 Stunden
Anreise: U3 Volkstheater oder U2 MuseumsQuartier
Der wichtigste praktische Punkt sind die festen Beginnzeiten und begrenzten Kapazitäten. ZOOM eignet sich daher nur bedingt als spontanes Ersatzprogramm um 14 Uhr an einem verregneten Samstag. Wer einen bestimmten Bereich besuchen möchte, sollte das Ticket vorher organisieren.
Mit Kleinkindern ist der ZOOM Ozean besonders stark, weil viele andere Wiener Museen erst ab vier oder fünf Jahren wirklich interessant werden. Für Schulkinder bieten Mitmachausstellung und Trickfilmstudio mehr Eigenaktivität als eine klassische Sammlung.
Feste Beginnzeiten und begrenzte Teilnehmerzahlen gehören beim ZOOM zum normalen Besuchskonzept.
10. Haus der Musik in der Innenstadt
Das Haus der Musik liegt an der Seilerstätte 30 zwischen Karlsplatz, Stadtpark und Stephansplatz. Es ist kein klassisches Musikmuseum, in dem hauptsächlich Instrumente hinter Glas stehen. Klang, Akustik, Komponisten und Wiener Musikgeschichte werden mit interaktiven Stationen verbunden.
Für Kinder ist der virtuelle Dirigent einer der bekanntesten Bereiche. Dazu kommen Stationen, bei denen mit Klängen experimentiert werden kann. Das funktioniert meist ab dem Vorschulalter und bleibt auch für Schulkinder interessant.
Adresse: Seilerstätte 30, 1010 Wien
Alter: ab etwa 4–5 Jahren
Zeitbedarf: 2–3 Stunden
Anreise: U1/U3 Stephansplatz oder U1/U2/U4 Karlsplatz
Die Lage ist ein großer Vorteil. Wer vormittags Stephansdom und Innenstadt besucht, kann bei schlechtem Wetter ohne lange Fahrt in das Haus der Musik wechseln. Umgekehrt lässt sich ein zweistündiger Museumsbesuch mit Stadtpark oder Burggarten ergänzen.
Das Ziel eignet sich außerdem besser für ältere Kinder und Teenager als typische Kindermuseen. Musikinteresse hilft, ist aber keine zwingende Voraussetzung, weil ein erheblicher Teil des Besuchs über Ausprobieren funktioniert.
11. Wien Museum am Karlsplatz
Das Wien Museum am Karlsplatz 8 zeigt die Geschichte der Stadt und ist besonders für Familien interessant, die ein zentrales Indoor-Ziel suchen, ohne für jedes Kind ein weiteres Ticket kaufen zu müssen. Die Dauerausstellung kann kostenlos besucht werden.
Inhaltlich ist das Museum stärker stadtgeschichtlich als spielerisch ausgerichtet. Für Zwei- oder Dreijährige ist es deshalb nicht die erste Wahl. Ab dem Volksschulalter funktionieren Stadtmodelle, historische Objekte und Veränderungen Wiens wesentlich besser.
Adresse: Karlsplatz 8, 1040 Wien
Eintritt Dauerausstellung: gratis
Alter: ab etwa 5–6 Jahren
Zeitbedarf: 2–3 Stunden
Anreise: U1/U2/U4 Karlsplatz
Die Lage ermöglicht mehrere kurze Kombinationen. Naschmarkt, Karlskirche, Stadtpark und Innenstadt sind leicht erreichbar. Ein Besuch muss deshalb nicht als isolierter Museumsblock geplant werden.
Für Regentage mit begrenztem Budget ist das Wien Museum eine der besten zentralen Optionen. Besonders Familien, die bereits am Vortag 60 oder 90 Euro Eintritt ausgegeben haben, können damit einen deutlich günstigeren Tag einbauen.
12. Schmetterlinghaus im Burggarten
Das Schmetterlinghaus liegt im Palmenhaus des Burggartens direkt im ersten Bezirk. In der tropischen Halle bewegen sich Schmetterlinge frei zwischen Pflanzen und Wasserbereichen. Das Erlebnis ist wesentlich kleiner als Haus des Meeres oder Tiergarten, lässt sich dafür ohne großen Zeitaufwand einbauen.
Mit Kindern sollte etwa eine Stunde eingeplant werden. Wer jede Art fotografieren oder länger beobachten möchte, bleibt etwas länger. Für einen ganzen Nachmittag reicht das Schmetterlinghaus allein nicht.
Adresse: Palmenhaus, Burggarten, 1010 Wien
Alter: ab etwa 3 Jahren
Zeitbedarf: 45–90 Minuten
Anreise: U1/U2/U4 Karlsplatz oder U3 Volkstheater
Die tropischen Temperaturen sind im Winter angenehm, an einem ohnehin heißen Augusttag dagegen nicht zwingend ein Vorteil. Bei kühlem, grauem Wetter funktioniert der Kontrast besonders gut.
Direkt vor der Tür liegen Burggarten, Hofburg und Staatsoper. Das Ziel eignet sich deshalb für Familien, die klassische Innenstadt-Sehenswürdigkeiten mit einem kurzen Kinderprogramm verbinden möchten.
13. Lainzer Tiergarten für Wald, Wildtiere und Spielplätze
Der Lainzer Tiergarten im Westen Wiens ist trotz seines Namens kein klassischer Zoo. Das große Wald- und Naturschutzgebiet besitzt Wanderwege, Wiesen, Spielplätze und Wildtiere. Der Eintritt ist kostenlos.
Für Familien ist das Lainzer Tor am Ende der Hermesstraße meist der praktischste Einstieg. Von der U4-Station Hietzing fährt der Bus 56B bis zum Tor. Weitere Eingänge erschließen andere Teile des Gebietes, sind aber für einen ersten Besuch nicht unbedingt einfacher.
Haupteingang: Lainzer Tor, Hermesstraße, 1130 Wien
Eintritt: gratis
Alter: ab etwa 3 Jahren
Zeitbedarf: 3–6 Stunden
Anreise: U4 Hietzing, danach Bus 56B
Die Öffnungszeiten verändern sich im Jahresverlauf mit der Tageslänge. Im Sommer bleibt das Gebiet wesentlich länger geöffnet als im Spätherbst und Winter. Wer am Nachmittag startet, sollte deshalb vor der Abfahrt die aktuelle Schließzeit prüfen.
Der Lainzer Tiergarten funktioniert nicht gut als schneller Programmpunkt zwischen zwei Museen. Die Wege sind Teil des Erlebnisses. Wasser, Snacks und passende Schuhe gehören deshalb zur Grundausstattung.
Hunde und andere Haustiere dürfen nicht in das Gelände. Auch Fahrräder sind grundsätzlich nicht erlaubt; eine Ausnahme besteht für Fahrräder von Kindern im Vorschulalter.
Wer einen halben Tag Natur ohne Eintritt sucht, bekommt im Lainzer Tiergarten deutlich mehr Fläche als in einem normalen Stadtpark.
14. Familienbadestrand an der Neuen Donau
Der Familienbadestrand liegt am linken Ufer der Neuen Donau zwischen Nordbahnbrücke und Brigittenauer Brücke. Er ist rund 250 Meter lang und speziell für Familien praktisch, weil die Wasserzone geschützter und flacher ist als an vielen offenen Donauabschnitten.
In unmittelbarer Nähe befinden sich Spielplatz, Toiletten, Gastronomie und weitere Freizeitflächen. Der Strand selbst kann kostenlos genutzt werden.
Adresse: Am Bruckhaufen 9, 1210 Wien
Eintritt: gratis
Alter: jedes Alter, besonders praktisch mit kleineren Kindern
Zeitbedarf: 2–6 Stunden
Anreise: U6 Neue Donau, anschließend wenige Minuten zu Fuß
Im Sommer ist der Familienbadestrand eine der stärksten Antworten auf die Suche nach kostenlosen Ausflugszielen in Wien. Eine Familie mit zwei Kindern spart gegenüber einem klassischen Strandbad bereits den kompletten Eintritt.
Die Stadt Wien bündelt Informationen zu frei zugänglichen Badebereichen an Donauinsel und Neuer Donau auf ihrer offiziellen Seite zum Baden an der Neuen Donau.
Mit kleinen Kindern ist der Vormittag meist angenehmer. Die Sonne ist weniger intensiv und an heißen Wochenenden sind noch mehr freie Liegeflächen vorhanden.
15. Strandbad Gänsehäufel für einen kompletten Badetag
Das Gänsehäufel an der Moissigasse 21 im 22. Bezirk ist die klassische Alternative zum kostenlosen Donauufer. Familien zahlen Eintritt, erhalten dafür eine umfangreichere Infrastruktur mit Badebereichen, Kinderangeboten, Liegeflächen und Sportmöglichkeiten.
Der Unterschied zum Familienbadestrand liegt deshalb weniger im Wasser als im Komfort. Wer mit mehreren Kindern einen ganzen Sommertag an einem Ort verbringen will, profitiert von der vorhandenen Infrastruktur.
Adresse: Moissigasse 21, 1220 Wien
Saison: Freibadsaison im Sommer
Alter: jedes Alter
Zeitbedarf: 4–8 Stunden
Anreise: über Kaisermühlen und anschließende Busverbindung
Für einen kurzen zweistündigen Badestopp ist der kostenlose Familienbadestrand häufig sinnvoller. Für sechs oder sieben Stunden mit Planschen, Essen, Pausen und Spielbereichen kann sich das Gänsehäufel dagegen lohnen.
An besonders heißen Ferientagen sollte der Besuch möglichst früh beginnen. Gerade Familien mit kleineren Kindern haben dann mehr Auswahl bei Schattenplätzen und vermeiden die stärkste Mittagshitze.
16. CopaBeach, Pier 22 und Pirat Bucht an der Donau
CopaBeach liegt direkt im Bereich der Donauinsel und ist vor allem für Familien mit Schulkindern und Teenagern interessant. Es gibt Zugang zum Wasser, Liege- und Aufenthaltsbereiche sowie Gastronomie. Für den Zugang zum Gelände wird kein Eintritt verlangt.
Pier 22 ergänzt das Angebot an der Donauinsel um Bade- und Freizeitflächen. Die Bereiche lassen sich gut mit Spaziergang oder Fahrradtour verbinden, wenn die Kinder bereits größer sind.
Die Pirat Bucht liegt am Kaisermühlendamm und bietet ebenfalls einen frei zugänglichen Bereich am Wasser. Für jüngere Kinder bleibt der Familienbadestrand wegen seiner Ausrichtung auf Familien meist die unkompliziertere Wahl.
CopaBeach: bei U1 Donauinsel
Pier 22: Donauinsel, 1220 Wien
Pirat Bucht: Kaisermühlendamm, 1220 Wien
Eintritt: gratis
Alter: vor allem ab Schulalter
Zeitbedarf: 2–5 Stunden
Für Teenager ist dieser Teil der Donau häufig attraktiver als ein klassischer Kinderspielplatz. Baden, Sitzen am Wasser und Essen lassen sich ohne festes Besichtigungsprogramm kombinieren.
Im Sommer kann daraus ein sehr günstiger Familientag entstehen: Vormittag an der Donau, mitgebrachtes Picknick und am späten Nachmittag einige Stationen mit der U1 zum Prater.
17. Stadtpark für eine Pause mitten in der Innenstadt
Der Stadtpark zwischen erstem und drittem Bezirk ist kein Ausflugsziel für sechs Stunden. Seine Stärke liegt gerade darin, dass er einen dicht geplanten Sightseeing-Tag unterbrechen kann.
Kinder bekommen Platz für Bewegung, während Eltern nicht weit aus dem Zentrum fahren müssen. Stephansplatz, Haus der Musik, Ringstraße und Karlsplatz befinden sich in erreichbarer Nähe.
Adresse: Parkring, 1010 Wien
Eintritt: gratis
Alter: jedes Alter
Zeitbedarf: 1–2 Stunden
Anreise: U4 Stadtpark
Breite Wege eignen sich für Kinderwagen. Eine Stunde Stadtpark zwischen Museum und Innenstadt ist mit Kleinkindern häufig sinnvoller als eine weitere Sehenswürdigkeit mit Eintritt.
Wer morgens das Haus der Musik besucht, kann hier Mittagspause machen und anschließend Richtung Ring oder Stephansplatz weitergehen. Dadurch entsteht ein kompakter Tag ohne zusätzliche U-Bahn-Fahrten.
18. Türkenschanzpark für Spielplatz und längere Bewegung
Der Türkenschanzpark im 18. Bezirk ist weniger touristisch als Stadtpark oder Burggarten. Für Familien ist genau das ein Vorteil. Das Gelände ist groß genug für zwei oder drei Stunden und bietet mehr Bewegung als ein kleiner Innenstadtpark.
Spielbereiche, Wege, Grünflächen und die hügelige Struktur sorgen dafür, dass Schulkinder nicht nach 20 Minuten fertig sind. Für Familien, die in den westlichen oder nordwestlichen Bezirken wohnen, ist der Park außerdem ohne Fahrt ins Zentrum erreichbar.
Adresse: Türkenschanzpark, 1180 Wien
Eintritt: gratis
Alter: jedes Alter
Zeitbedarf: 2–3 Stunden
Anreise: mehrere Bus- und Straßenbahnverbindungen über Währing
Für Besucher, die nur zwei Tage in Wien haben, gehört der Park nicht zu den Pflichtzielen. Bei einem längeren Aufenthalt oder für Familien aus Wien ist er dagegen eine brauchbare kostenlose Alternative zu einem weiteren Museum.
Was kann man in Wien mit Kindern bei Regen machen?
Schlechtes Wetter ist in Wien weniger problematisch als in Städten, deren Familienangebot hauptsächlich draußen liegt. Mehrere große Museen können drei oder mehr Stunden füllen, und einige sind für Kinder sogar kostenlos.
Die stärksten Optionen bei Regen sind:
- Technisches Museum für drei bis fünf Stunden und fast jede Altersgruppe.
- Haus des Meeres für Tiere und Aquarien bis in den Abend.
- Naturhistorisches Museum für Dinosaurier und Naturwissenschaft.
- ZOOM Kindermuseum für altersgerechte Mitmachprogramme.
- Haus der Musik für Kinder ab etwa vier Jahren.
- Wien Museum für einen günstigen zentralen Museumsbesuch.
- Kindermuseum Schönbrunn für Vorschul- und Volksschulkinder.
- Schmetterlinghaus für etwa eine Stunde in der Innenstadt.
Für spontane Regentage ist das Technische Museum besonders unkompliziert. Selbst wenn für minTi oder miniXplore kein Slot mehr frei ist, bleiben die normalen Ausstellungen zugänglich. Beim ZOOM ist eine spontane Entscheidung schwieriger, weil die Programme feste Zeiten und Kapazitäten haben.
Das Haus des Meeres besitzt einen anderen Vorteil: Es bleibt bis 20 Uhr geöffnet. Wenn der Regen erst um 15 Uhr beginnt, kann es noch als vollständiger zweiter Programmpunkt funktionieren.
Wien mit Baby und Kleinkind
Bei Wien mit Kleinkindern entscheidet die Logistik häufig stärker als die Bekanntheit einer Sehenswürdigkeit. Ein zweijähriges Kind braucht keine acht Programmpunkte. Ein Ziel für 90 Minuten, Mittagspause und anschließend zwei Stunden im Park funktionieren oft besser.
Für Babys und Kinder bis drei Jahre sind ZOOM Ozean, minTi im Technischen Museum, Stadtpark, Schlosspark, Familienbadestrand und kurze Tiergartenbesuche besonders praktikabel. Das Haus des Meeres funktioniert ebenfalls früh, verlangt wegen der vertikalen Struktur des Gebäudes aber etwas mehr Planung.
Schönbrunn ist mit Kinderwagen grundsätzlich gut machbar, wenn nicht jede Steigung eingeplant wird. Schlosspark und die Hauptwege im Zoo sind unkomplizierter als der zusätzliche Aufstieg zur Gloriette.
Mit Kindern unter vier Jahren reicht ein Hauptziel pro Halbtag meistens vollständig aus.
Bei Eintrittspreisen lohnt außerdem der Blick auf Altersgrenzen. Im Tiergarten zahlen Kinder unter sechs Jahren nichts. Im Technischen Museum bleiben alle unter 19 Jahren gratis. Solche Unterschiede können bei einer Familie mit drei Kindern einen erheblichen Teil des Tagesbudgets ausmachen.
Welche Familienziele passen zu welchem Alter?
Babys und Kinder bis 3 Jahre
ZOOM Ozean, minTi, Stadtpark, Schlosspark und Familienbadestrand sind besonders unkompliziert. Der Tiergarten lohnt sich ebenfalls, sollte aber nicht als fünfstündiger Komplettbesuch geplant werden.
In diesem Alter sind kurze Wege, Wickelmöglichkeiten und flexible Pausen wichtiger als die Zahl der Attraktionen.
Kinder von 4 bis 6 Jahren
Kindermuseum Schönbrunn, Tiergarten, Haus des Meeres, Technisches Museum und einfache Praterfahrgeschäfte funktionieren sehr gut. Naturhistorisches Museum kann ebenfalls passen, wenn Dinosaurier und Tiere gezielt ausgewählt werden.
Ein voller Museumstag ist in diesem Alter meist unnötig. Zwei bis drei Stunden Indoor plus Park ergeben den besseren Rhythmus.
Kinder von 7 bis 10 Jahren
Hier ist die Auswahl am größten. Zoo, Technisches Museum, Naturhistorisches Museum, Prater, ZOOM, Haus der Musik, Lainzer Tiergarten und Donauinsel können ohne große Einschränkungen geplant werden.
Bei schönem Wetter lässt sich bereits ein ganzer Tag mit längeren Wegen bewältigen. Auch Kombinationen wie Pratermuseum plus Fahrgeschäfte oder Tiergarten plus Irrgarten funktionieren gut.
Kinder von 11 bis 14 Jahren
Schnellere Praterfahrgeschäfte, Haus des Meeres, Technik, Trickfilm, Naturhistorisches Museum und Donauinsel gewinnen an Attraktivität. Klassische Kleinkindbereiche fallen dagegen weg.
Für diese Altersgruppe lohnt es sich, nicht ausschließlich „Kinderattraktionen“ zu suchen. Aussichtspunkte, interaktive Technik und Stadtaktivitäten funktionieren oft besser.
Jugendliche ab 15 Jahren
Teenager reagieren stärker auf individuelle Interessen. Prater, Haus der Musik, Technik, Donauinsel, Baden und große Museen sind meist geeigneter als Angebote, die ausdrücklich für jüngere Kinder inszeniert wurden.
Ein Vorteil Wiens liegt darin, dass viele normale Sehenswürdigkeiten auch für Jugendliche funktionieren und kein eigenes „Teenagerprogramm“ benötigt wird.
Was kostet ein Familientag in Wien?
Zwischen den einzelnen Zielen liegen große Preisunterschiede. Für die Beispielrechnung wird eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei schulpflichtigen Kindern verwendet.
| Ziel | Eintritt für 2 Erwachsene + 2 Kinder |
| Tiergarten Schönbrunn | 92 € |
| Haus des Meeres bei Kindern 6–15 | 66,60 € |
| Technisches Museum | 36 € |
| Naturhistorisches Museum | nur Erwachsenentickets |
| Wien Museum Dauerausstellung | 0 € |
| Lainzer Tiergarten | 0 € |
| Schlosspark Schönbrunn | 0 € |
| Familienbadestrand | 0 € |
| CopaBeach | 0 € |
| Stadtpark | 0 € |
Der Tiergarten liegt für dieselbe Familie bereits vor Essen und Fahrtkosten bei 92 Euro. Das Technische Museum kostet nur 36 Euro, weil die beiden Kinder kostenlos hineinkommen.
Ein günstiger Wien-Aufenthalt muss deshalb nicht bedeuten, auf die bekannten Ziele zu verzichten. Sinnvoller ist eine Mischung: ein teurer Tag im Zoo, ein günstiger Museumstag und ein kostenloser Tag im Lainzer Tiergarten oder an der Donau.
Beim Prater lässt sich der Preis dagegen nicht pauschal nennen. Das Gelände kostet nichts, aber mehrere Fahrten pro Familienmitglied summieren sich schnell. Bei Fahrpreisen von etwa 3,50 bis 15 Euro sollte vor dem Besuch ein klares Fahrbudget vereinbart werden.
Drei Tagespläne für Familien in Wien
Ein Tag in Schönbrunn
Der Start erfolgt kurz nach 9 Uhr im Tiergarten. Drei bis vier Stunden reichen für die wichtigsten Tierbereiche und einen Spielplatz. Nach dem Mittagessen folgt der Schlosspark. Am Nachmittag wird entweder Kindermuseum oder Irrgarten gewählt.
Mit kleineren Kindern sollte der Tag danach enden. Die Gloriette noch zusätzlich einzubauen erhöht vor allem die Gehstrecke.
Ein kompletter Regentag
Das Technische Museum übernimmt den Vormittag und frühen Nachmittag. Dort können problemlos drei bis fünf Stunden verbracht werden. Danach geht es entweder zum Haus des Meeres oder in die Innenstadt zum Haus der Musik.
Mit einem Kleinkind reicht bereits das Technische Museum plus Park- oder Café-Pause. Drei Indoor-Sehenswürdigkeiten hintereinander bringen in dieser Altersgruppe kaum zusätzlichen Nutzen.
Ein günstiger Sommertag
Vormittags Familienbadestrand oder CopaBeach, Mittagessen als Picknick und mehrere Stunden am Wasser. Gegen späten Nachmittag geht es mit der U-Bahn zum Prater.
Dort bleibt der Eintritt kostenlos und nur zwei oder drei ausgewählte Fahrgeschäfte werden bezahlt. So entsteht ein voller Tag, ohne dass für vier Personen mehrere große Eintrittskarten nötig sind.
Welche U-Bahn fährt zu den wichtigsten Familienzielen?
Das Wiener U-Bahn-Netz deckt einen großen Teil der Familienattraktionen direkt oder mit einem kurzen Anschluss ab. Für Besucher reichen wenige Linien, um die meisten Ziele zu erreichen.
- U4 bis Hietzing für Tiergarten Schönbrunn.
- U4 bis Schönbrunn für Schloss und Schlosspark.
- U1 oder U2 bis Praterstern für Wurstelprater und Pratermuseum.
- U3 bis Neubaugasse für Haus des Meeres.
- U3 bis Volkstheater für MuseumsQuartier und Naturhistorisches Museum.
- U1/U2/U4 bis Karlsplatz für Wien Museum und Innenstadt.
- U6 bis Neue Donau für den Familienbadestrand.
- U1 bis Donauinsel für CopaBeach.
- U4 bis Hietzing und danach Bus 56B für den Lainzer Tiergarten.
Beim Technischen Museum liegt keine U-Bahn-Station direkt vor dem Eingang. U3 Johnstraße und U4 Schönbrunn liegen jeweils ungefähr zehn Minuten zu Fuß entfernt. Bequemer können je nach Ausgangspunkt Straßenbahn 52 oder 60 bis Winckelmannstraße sein.
Für den Tiergarten ist Hietzing wichtiger als Schönbrunn. Wer an der U4-Station Schönbrunn aussteigt, kommt bequem zum Schloss, läuft zum Zooeingang aber weiter.
Sieben Regeln für einen entspannten Familienausflug
Viele Probleme entstehen nicht durch das Ziel, sondern durch zu dichte Planung. Wien besitzt genug Angebote, um nicht drei Hauptattraktionen in acht Stunden pressen zu müssen.
- Tiergarten, Technisches Museum oder Gänsehäufel jeweils als Hauptziel eines Tages behandeln.
- Für ZOOM und spezielle Kinderbereiche im Technischen Museum vorher einen Slot reservieren.
- Schönbrunn in Zoo, Park und Kindermuseum aufteilen, statt jede Attraktion mitzunehmen.
- Praterbudget festlegen, bevor die erste Fahrt bezahlt wird.
- An sehr heißen Tagen Zoo, Lainzer Tiergarten und Parks möglichst früh beginnen.
- Für kostenlose Naturziele Wasser und Snacks einpacken.
- Bei saisonalen Einrichtungen die Öffnungszeiten am Besuchstag prüfen.
Auch das Alter sollte ernst genommen werden. Ein hoch bewertetes Museum kann für ein zweijähriges Kind trotzdem die falsche Wahl sein. Umgekehrt braucht ein 13-Jähriger meist keinen speziell gestalteten Kleinkindbereich, wenn Prater, Technik oder Donauinsel verfügbar sind.
Häufige Fragen zu Wien mit Kindern

Was sind die besten Ausflugsziele in Wien mit Kindern?
Für einen ersten Wien-Besuch sind Tiergarten Schönbrunn, Technisches Museum, Haus des Meeres und Prater die vielseitigsten Ziele. Naturhistorisches Museum und ZOOM ergänzen das Indoor-Angebot. Im Sommer gehören Donauinsel und Familienbadestrand dazu.
Welche Ausflugsziele in Wien sind kostenlos?
Lainzer Tiergarten, Schlosspark Schönbrunn, Familienbadestrand, CopaBeach, Stadtpark und Türkenschanzpark kosten keinen Eintritt. Auch das Gelände des Wurstelpraters kann gratis betreten werden; bezahlt werden nur die einzelnen Fahrgeschäfte.
Was kostet der Tiergarten Schönbrunn 2026?
Erwachsene zahlen 29 Euro. Kinder und Jugendliche von sechs bis zum 19. Geburtstag zahlen 17 Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Der Zoo öffnet an allen 365 Tagen um 9 Uhr.
Was kann man bei Regen mit Kindern in Wien machen?
Technisches Museum, Haus des Meeres, Naturhistorisches Museum, ZOOM Kindermuseum, Haus der Musik, Kindermuseum Schönbrunn und Wien Museum sind die stärksten Indoor-Ziele. Für einen kompletten Regentag bieten Technisches Museum und Haus des Meeres den größten Zeitumfang.
Welches Museum in Wien ist für Kinder kostenlos?
Im Technischen Museum zahlen Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren keinen Eintritt. Die Dauerausstellung des Wien Museums am Karlsplatz ist ebenfalls kostenlos zugänglich. Dadurch lassen sich besonders mit mehreren Kindern erhebliche Eintrittskosten sparen.
Was kann man mit einem Kleinkind in Wien unternehmen?
ZOOM Ozean, minTi im Technischen Museum, Tiergarten Schönbrunn, Schlosspark, Stadtpark und Familienbadestrand sind besonders geeignet. Mit Kindern unter vier Jahren sollte eher ein Hauptziel pro Halbtag geplant werden.
Wo kann man in Wien mit Kindern gratis baden?
Der Familienbadestrand an der Neuen Donau, CopaBeach und weitere frei zugängliche Bereiche an Donau und Donauinsel können ohne Eintritt genutzt werden. Für kleinere Kinder ist der Familienbadestrand wegen seines familienorientierten Badebereichs besonders praktisch.
Ist der Prater für kleine Kinder geeignet?
Ja. Neben schnellen Fahrgeschäften gibt es Karussells und ruhigere Attraktionen für jüngere Kinder. Der Eintritt ins Gelände ist kostenlos. Pro Fahrt werden ungefähr 3,50 bis 15 Euro berechnet, wobei Alters- und Größenregeln je nach Attraktion unterschiedlich sind.
Wie viele Tage braucht man für Wien mit Kindern?
Drei bis vier Tage reichen für eine gute erste Auswahl. Ein Tag kann Schönbrunn gehören, ein zweiter der Innenstadt und einem Museum, ein dritter Prater oder Donauinsel. Mit einem vierten Tag bleibt Zeit für Haus des Meeres, Lainzer Tiergarten oder einen weiteren Museumsbesuch, ohne den Tagesplan unnötig zu verdichten.
Bei Wien Today bleiben Sie über Wien und die Welt bestens informiert. Aktuelle Nachrichten, Events, nützliche Ratgeber und spannende Artikel – täglich neu für alle 23 Bezirke. Genießen Sie Wien jeden Tag: BAUSTELLEN & SPERREN IN WIEN: WO AUTOFAHRER AM 7. AUGUST 2026 MIT BEHINDERUNGEN RECHNEN MÜSSEN
