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Gastherme in Wien gestohlen: Explosionsgefahr und Stromausfall für 1.900 Haushalte

Eine gestohlene Gastherme löste am 10. August 2026 in Wien-Liesing Explosionsgefahr aus. Rund 1.900 Haushalte waren ohne Strom. Polizei und LKA ermitteln nach dem Einbruch.

Inhaltsverzeichnis

Eine gestohlene Gastherme hat am Montagabend in Wien-Liesing zu erheblicher Explosionsgefahr geführt, nachdem unbekannte Täter in ein aufgelassenes Betriebsgebäude an der Breitenfurter Straße eingebrochen und dort Kabel sowie Teile der Gasinstallation demontiert hatten. Weil die Therme und weitere Leitungen weiterhin mit Gas versorgt waren, trat über längere Zeit ungehindert Erdgas aus; die Berufsfeuerwehr Wien und die Wiener Netze mussten den Bereich sichern, lüften und angrenzende Wohngebiete vorsorglich vom Stromnetz trennen, berichtet WIENtoday.at unter Berufung auf die Landespolizeidirektion Wien.

Der Einsatz begann am 10. August 2026 gegen 20:55 Uhr im 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing. Rund 1.900 Haushalte waren nach Angaben der Wiener Netze zwischen 21:13 und 22:50 Uhr ohne Strom, weil selbst ein kleiner Funke beim Einschalten eines elektrischen Geräts oder an einer Steckdose ausgereicht hätte, das ausgetretene Gas zu entzünden. Die Feuerwehr führte umfangreiche Sicherungs- und Lüftungsmaßnahmen durch; inzwischen ist die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt, während Brandermittler des Landeskriminalamtes Wien die Hintergründe des Einbruchs untersuchen.

Gastherme in Wien gestohlen: Was am 10. August in Liesing passiert ist

Der Einsatz nahm seinen Ausgang in einem stillgelegten Betriebsgebäude an der Breitenfurter Straße in Wien-Liesing. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei dürften bislang unbekannte Täter in das Gebäude eingedrungen sein und dort mehrere technische Komponenten entfernt haben. Dazu gehörten Kabel, Teile der Gasinstallation und eine Gastherme.

Das entscheidende Problem entstand dadurch, dass die demontierten Teile weiterhin an eine aktive Gasversorgung angeschlossen waren. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Wien konnte deshalb über einen längeren Zeitraum Erdgas ungehindert austreten. In den betroffenen Räumen sammelte sich eine große Gasmenge, wodurch eine erhebliche Explosionsgefahr entstand. Die Berufsfeuerwehr Wien wurde zunächst zu dem Gebäude gerufen. Wegen der vorgefundenen Gaskonzentration verständigten die Einsatzkräfte anschließend auch die Polizei. Gleichzeitig wurden die Wiener Netze hinzugezogen, um die Energieversorgung im unmittelbaren Umfeld kontrolliert abzusichern. Nach Angaben des ORF handelte es sich bei dem betroffenen Objekt um ein aufgelassenes Betriebsgebäude der Kaffeerösterei Hawelka. Entscheidend für die Einsatzmaßnahmen war jedoch weniger die frühere Nutzung des Gebäudes als dessen Lage nahe bewohntem Gebiet. Aus diesem Grund wurde die Stromversorgung in angrenzenden Bereichen vorsorglich unterbrochen.

Die wichtigsten bestätigten Fakten

PunktBestätigter Stand
Datum10. August 2026
Alarmierungszeit20:55 Uhr
OrtBreitenfurter Straße, 1230 Wien
BezirkLiesing
TatverdachtEinbruchdiebstahl
Gestohlene TeileGastherme, Kabel, Teile der Gasinstallation
GefahrGroße Menge ausgetretenen Erdgases
Stromabschaltung21:13 bis 22:50 Uhr
Betroffene HaushalteRund 1.900
VerletzteKeine veröffentlichten Angaben zu Verletzten
ErmittlungenLandeskriminalamt Wien
VerdachtsdelikteVorsätzliche Gemeingefährdung und Einbruchdiebstahl

Warum 1.900 Haushalte in Wien ohne Strom waren

Die Abschaltung des Stroms war keine Folge eines technischen Defekts im Stromnetz. Sie war eine gezielte Sicherheitsmaßnahme, um eine mögliche Zündung des ausgetretenen Erdgases zu verhindern. Rund 1.900 Haushalte im Umfeld der Breitenfurter Straße waren davon betroffen.

Nach Angaben der Wiener Netze begann die Unterbrechung um 21:13 Uhr und endete um 22:50 Uhr. Damit dauerte die vorsorgliche Abschaltung etwa eine Stunde und 37 Minuten. Erst nachdem die Gefahr unter Kontrolle gebracht und die betroffenen Bereiche ausreichend gelüftet worden waren, konnte die Versorgung wieder hergestellt werden.

Der technische Hintergrund ist entscheidend: Erdgas kann zusammen mit Luft ein zündfähiges Gemisch bilden. Dazu braucht es nicht zwingend eine offene Flamme. Auch ein elektrischer Schaltvorgang kann einen Funken erzeugen. Genau dieses Risiko wollten Feuerwehr und Netzbetreiber ausschließen.

Ein Sprecher der Wiener Netze erklärte gegenüber der APA, dass selbst beim Einschalten elektrischer Geräte beziehungsweise an einer Steckdose Funken entstehen können. In einem Bereich mit hoher Gaskonzentration wäre deshalb jeder vermeidbare elektrische Schaltvorgang ein zusätzliches Risiko gewesen.

Warum Strom bei einem Gasaustritt abgeschaltet werden kann

  • Erdgas kann sich in geschlossenen Räumen ansammeln.
  • Vermischt es sich in bestimmter Konzentration mit Luft, entsteht ein zündfähiges Gas-Luft-Gemisch.
  • Ein elektrischer Funke kann als Zündquelle ausreichen.
  • Deshalb können Netzbetreiber Stromkreise in einem Gefahrenbereich gezielt abschalten.
  • Die Wiedereinschaltung erfolgt erst, wenn Feuerwehr und Netztechniker die Situation freigegeben haben.

Im konkreten Wiener Fall diente die Maßnahme dem Schutz der Bevölkerung in den angrenzenden bewohnten Bereichen. Die Polizei bestätigte ausdrücklich, dass die Abschaltung wegen des nahe gelegenen Wohngebiets vorgenommen wurde.

Berufsfeuerwehr Wien lüftete Gebäude und sicherte Gefahrenbereich

Die Berufsfeuerwehr Wien führte nach Angaben der Polizei umfangreiche Sicherungs- und Lüftungsmaßnahmen durch. Ziel war es zunächst, den weiteren Austritt von Erdgas zu stoppen beziehungsweise die Gasversorgung technisch zu sichern und anschließend die bereits angesammelte Gasmenge kontrolliert aus dem Gebäude zu entfernen.

Gerade in geschlossenen oder teilweise geschlossenen Betriebsgebäuden kann sich Gas in bestimmten Bereichen konzentrieren. Einsatzkräfte müssen deshalb zunächst Messungen durchführen und feststellen, ob sich Personen gefahrlos im Gebäude bewegen können. Ventilatoren und andere technische Geräte werden erst eingesetzt, wenn ausgeschlossen ist, dass sie selbst eine Zündquelle darstellen. Die Polizei wurde wegen der außergewöhnlich großen Menge ausgetretenen Erdgases hinzugezogen. Parallel dazu mussten Spurensicherer darauf achten, dass mögliche Beweise des Einbruchs nicht durch die notwendigen Sicherungsarbeiten vollständig zerstört werden. Der Einsatz war deshalb sowohl ein Gefahrstoff- beziehungsweise Gaseinsatz als auch ein kriminalpolizeilicher Tatort. Diese Kombination erklärt, warum mehrere Stellen gleichzeitig beteiligt waren und die Maßnahmen nicht allein mit dem Abdrehen der Gasleitung beendet waren. Nach Abschluss der Lüftungs- und Sicherungsarbeiten bestand nach öffentlich verfügbaren Angaben keine akute Gefahr mehr. Die Wiener Netze weisen aktuell darauf hin, dass wieder alle Kundinnen und Kunden im Versorgungsgebiet mit Strom versorgt werden.

Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung

Der Fall wird nicht lediglich als gewöhnlicher Diebstahl behandelt. Die Brandermittler des Landeskriminalamtes Wien führen die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung und des Einbruchdiebstahls. Das bestätigte die Landespolizeidirektion Wien am 11. August 2026. Der Verdacht der Gemeingefährdung ergibt sich aus der konkreten Gefahr, die durch den unkontrollierten Gasaustritt für eine größere Zahl von Menschen beziehungsweise fremdes Eigentum entstanden sein könnte. Welche strafrechtliche Verantwortung den Täterinnen oder Tätern tatsächlich zugerechnet werden kann, ist Gegenstand des laufenden Ermittlungsverfahrens.

Am Tatort wurden laut Polizei umfangreiche Spuren gesichert. Dazu können unter anderem Fingerabdrücke, Werkzeugspuren, DNA-Spuren oder andere kriminaltechnische Hinweise gehören. Welche Spuren konkret gefunden wurden, veröffentlichte die Polizei bisher nicht. Ebenso ist bislang nicht bekannt, wie viele Personen an dem Einbruch beteiligt waren, wann genau sie in das Gebäude gelangten oder ob sie wussten, dass die Gasversorgung noch aktiv war. Auch das Motiv ist nicht abschließend geklärt. Naheliegend ist zwar, dass Kabel, Metallteile oder technische Komponenten wegen ihres Wiederverkaufswertes entwendet wurden. Dafür gibt es in den bislang veröffentlichten Behördeninformationen jedoch keine Bestätigung. Solche Annahmen wären deshalb derzeit Spekulation.

Diese Fragen müssen die Ermittler jetzt klären

  1. Wie gelangten die unbekannten Täter in das Betriebsgebäude?
  2. Wann genau wurden Therme und Gasleitungen demontiert?
  3. Wie lange konnte Erdgas ungehindert austreten?
  4. Wie viele Täter waren beteiligt?
  5. Welche weiteren Gegenstände wurden entwendet?
  6. Wussten die Täter, dass die Leitungen noch mit Gas versorgt waren?
  7. Gibt es Videoaufnahmen aus dem Umfeld der Breitenfurter Straße?
  8. Können gesicherte Spuren einer bestimmten Person zugeordnet werden?
  9. Entstand am Gebäude zusätzlicher Sachschaden?
  10. Wie hoch ist der Gesamtschaden durch Einbruch, Gasverlust und Einsatzmaßnahmen?

Zu diesen Punkten lagen am 11. August zunächst keine abschließenden Angaben vor.

Breitenfurter Straße: Wo sich der Einsatz ereignete

Der offizielle Einsatzort wurde von der Landespolizeidirektion Wien mit 1230 Wien, Breitenfurter Straße angegeben. Damit ist der Vorfall eindeutig dem 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing zuzuordnen. In einzelnen Medienmeldungen wurde zeitweise Wien-Meidling genannt. Die Breitenfurter Straße verläuft tatsächlich durch beziehungsweise entlang unterschiedlicher Wiener Bezirksbereiche. Für diesen konkreten Vorfall ist jedoch die Angabe der Polizei maßgeblich: 1230 Wien, also Liesing. Diese Unterscheidung ist journalistisch wichtig, weil bei längeren Wiener Ausfallstraßen schnell ungenaue Ortsangaben entstehen können. Der Einsatzort lag laut Polizei in Liesing, nicht im 12. Bezirk. Das von ORF Wien genannte stillgelegte Betriebsgebäude gehörte früher zur Kaffeerösterei Hawelka. Die Polizei selbst nennt in ihrer offiziellen Aussendung den früheren Betreiber nicht, bestätigt aber ausdrücklich ein aufgelassenes Betriebsgebäude in Wien-Liesing.

Wie gefährlich ist austretendes Erdgas

Erdgas ist im normalen Netzbetrieb ein kontrollierter Energieträger. Problematisch wird es, wenn es unkontrolliert aus beschädigten Leitungen oder Geräten austritt und sich in geschlossenen Räumen ansammelt. Entscheidend ist die Konzentration in der Luft. Unterhalb einer bestimmten Konzentration ist das Gemisch zu mager, oberhalb einer bestimmten Konzentration zu gasreich. Innerhalb des explosionsfähigen Bereichs kann jedoch bereits eine kleine Zündquelle genügen. Dazu zählen:

  • offene Flammen;
  • Zigaretten;
  • elektrische Lichtschalter;
  • Steckdosen;
  • Relais und elektrische Kontakte;
  • Motoren;
  • bestimmte Werkzeuge;
  • statische Entladungen.

Genau deshalb sollten Menschen bei wahrnehmbarem Gasgeruch keine elektrischen Schalter betätigen. Auch Licht sollte weder ein- noch ausgeschaltet werden. Die Wiener Netze nennen für Gasnotfälle die Notrufnummer 128. Bei akuter Gefahr ist außerdem die Feuerwehr unter 122 erreichbar. Diese Angaben entsprechen den offiziellen Informationen des Energieversorgers.

Was Wiener bei Gasgeruch tun sollten

Der Vorfall an der Breitenfurter Straße zeigt einen ungewöhnlichen Auslöser: Hier entstand der Gasaustritt offenbar durch einen Einbruch und die Demontage technischer Anlagen. Für Bewohnerinnen und Bewohner gelten bei Gasgeruch jedoch unabhängig von der Ursache klare Grundregeln.

Bei Gasgeruch sollte man:

  • keine Flammen oder Feuerzeuge verwenden;
  • nicht rauchen;
  • keine Lichtschalter betätigen;
  • keine elektrischen Geräte ein- oder ausschalten;
  • wenn gefahrlos möglich, Fenster und Türen öffnen;
  • das Gebäude verlassen;
  • andere Personen warnen;
  • den Gasnotruf von außerhalb des Gefahrenbereichs verständigen;
  • Anweisungen von Feuerwehr und Netzbetreiber befolgen.

Was man vermeiden sollte:

  • selbst nach einem Gasleck suchen;
  • beschädigte Leitungen reparieren;
  • Sicherungen ein- oder ausschalten;
  • elektrische Türklingeln verwenden;
  • Mobiltelefone unmittelbar im stark mit Gas belasteten Raum benutzen;
  • in gefährdete Räume zurückkehren, bevor Feuerwehr oder Netzbetreiber diese freigeben.

Bei einem starken Gasgeruch oder offensichtlichen Gasaustritt sollte die eigene Sicherheit Vorrang haben. Technische Maßnahmen gehören in die Hände von Feuerwehr und Netzbetreiber.

Stromversorgung in Wien inzwischen wieder vollständig hergestellt

Der Stromausfall an der Breitenfurter Straße war zeitlich begrenzt. Nach Angaben von ORF und Wiener Netzen waren etwa 1.900 Haushalte zwischen 21:13 und 22:50 Uhr von der Abschaltung betroffen. Die aktuelle Statusseite der Wiener Netze weist inzwischen eine stabile Versorgung aus. Dort heißt es, dass derzeit alle Kundinnen und Kunden im Versorgungsgebiet mit Strom versorgt werden. Damit handelte es sich nicht um eine längerfristige Netzstörung. Die Infrastruktur wurde bewusst abgeschaltet und nach Ende der unmittelbaren Explosionsgefahr wieder zugeschaltet. Für die betroffenen Haushalte bedeutete der Vorfall dennoch einen ungewöhnlichen Abend: Fast zwei Stunden lang fehlte in Teilen der Umgebung die Stromversorgung, obwohl am Stromnetz selbst kein großflächiger technischer Schaden bekannt war. Der Fall macht zugleich deutlich, dass Strom- und Gasversorgung im Gefahrenfall miteinander verknüpft betrachtet werden müssen. Eine Abschaltung des Stroms kann in bestimmten Situationen notwendig sein, obwohl die eigentliche Störung im Gasnetz beziehungsweise an einer Gasinstallation liegt.

Fragen und Antworten zum Gasthermen-Diebstahl in Wien

Eine gestohlene Gastherme löste am 10. August 2026 in Wien-Liesing Explosionsgefahr aus. Rund 1.900 Haushalte waren ohne Strom. Polizei und LKA ermitteln nach dem Einbruch.

Wann ereignete sich der Vorfall?

Die Landespolizeidirektion Wien nennt als Vorfallszeit den 10. August 2026 um 20:55 Uhr.

Wo geschah der Einbruch?

Der Einsatzort lag an der Breitenfurter Straße in 1230 Wien, also im Bezirk Liesing.

Was wurde gestohlen?

Nach Angaben der Polizei wurden Kabel, Teile der Gasinstallationen und unter anderem eine Gastherme demontiert.

Warum trat Gas aus?

Die demontierten Anlagen waren noch mit Gas versorgt. Dadurch konnte über längere Zeit Erdgas ungehindert austreten.

Bestand tatsächlich Explosionsgefahr?

Ja. Die Polizei spricht ausdrücklich von einer erheblichen Explosionsgefahr aufgrund der großen Menge ausgetretenen Erdgases.

Warum wurde der Strom abgeschaltet?

Elektrische Schaltvorgänge können Funken erzeugen. Um eine mögliche Zündung des Gas-Luft-Gemisches zu verhindern, wurden angrenzende Bereiche vorsorglich vom Netz genommen.

Wie viele Haushalte waren ohne Strom?

Rund 1.900 Haushalte waren betroffen.

Wie lange dauerte die Abschaltung?

Nach Angaben der Wiener Netze von 21:13 bis 22:50 Uhr, also etwa eine Stunde und 37 Minuten.

Wurde jemand verletzt?

In den bislang veröffentlichten Polizei- und Medieninformationen werden keine Verletzten genannt.

Welche Feuerwehr war im Einsatz?

Die Berufsfeuerwehr Wien führte Sicherungs- und Lüftungsmaßnahmen durch.

Wer ermittelt?

Die Brandermittler des Landeskriminalamtes Wien führen die weiteren Ermittlungen.

Weswegen wird ermittelt?

Wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung und des Einbruchdiebstahls.

Sind die Täter bereits bekannt?

Nein. Die Polizei spricht weiterhin von bislang unbekannten Tätern.

Ist der Strom inzwischen wieder da?

Ja. Die Wiener Netze melden aktuell eine stabile Stromversorgung für alle Kundinnen und Kunden im Versorgungsgebiet.

Welche Nummer gilt bei Gasgeruch in Wien?

Der Gasnotruf der Wiener Netze ist unter 128 erreichbar. Bei akuter Gefahr kann außerdem die Feuerwehr unter 122alarmiert werden.

Der Vorfall an der Breitenfurter Straße war kein gewöhnlicher Stromausfall. Ausgangspunkt war nach bisherigem Ermittlungsstand ein Einbruch in ein stillgelegtes Betriebsgebäude, bei dem eine Gastherme und weitere technische Komponenten demontiert wurden. Weil die Gasversorgung weiterhin aktiv war, trat Erdgas über längere Zeit unkontrolliert aus und erzeugte eine erhebliche Explosionsgefahr. Die Sicherheitsmaßnahmen verhinderten, dass elektrische Schaltfunken zu einem zusätzlichen Risiko wurden. Deshalb nahmen die Wiener Netze rund 1.900 Haushalte für etwa eine Stunde und 37 Minuten vom Stromnetz, während die Berufsfeuerwehr das Gebäude sicherte und lüftete. Die unmittelbare Gefahr ist inzwischen beendet und die Stromversorgung wieder vollständig hergestellt. Offen bleibt dagegen, wer den Einbruch verübte, wie lange genau Gas austrat und ob die Täter die möglichen Folgen ihrer Handlungen erkannten. Diese Fragen sind nun Teil der Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien.

Verwendete Materialien: Landespolizeidirektion Wien, Wiener Netze, ORF Wien, APA, Wien Energie.

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