Bei Adressen, Hotels oder Stadtteilen taucht in Wien schnell die Frage wie viele Bezirke hat Wien auf: Es sind 23, vom 1. Bezirk Innere Stadt im historischen Zentrum bis zum 23. Bezirk Liesing im Süden. Die Nummern sind weit mehr als eine Verwaltungsordnung. Sie bestimmen die räumliche Zuordnung von Adressen, spielen bei Bezirksvertretungen und kommunalen Entscheidungen eine Rolle und helfen, eine Stadt mit 414,9 Quadratkilometern Fläche einzuordnen. Wien zählte am 1. Jänner 2026 insgesamt 2.040.914 Einwohner, doch Größe, Bebauung und Bevölkerungsentwicklung unterscheiden sich zwischen den einzelnen Bezirken erheblich. Aktuelle Entwicklungen aus der österreichischen Hauptstadt greift auch das Wiener Medium WIENtoday.at auf.
Die Unterschiede werden bereits an zwei Zahlen sichtbar. Die Donaustadt umfasst 10.229,9 Hektar und damit fast ein Viertel der gesamten Wiener Fläche, die Josefstadt dagegen lediglich 109 Hektar. In den westlichen Bezirken reichen größere Grünräume bis in den Wienerwald, im Nordosten liegen Donau, Alte Donau und ausgedehnte Flächen der Donaustadt, während die inneren Bezirke auf engem Raum dicht bebaut sind. Nach der aktuellen Flächenstatistik entfallen von insgesamt 41.487,3 Hektar Wiener Stadtgebiet 22.017,7 Hektar auf Grünflächen und Gewässer.
23 Wiener Bezirke mit Namen, Nummern und Lage
Die offizielle Liste der Stadt Wien zu den 23 Gemeindebezirken beginnt mit der Inneren Stadt und endet mit Liesing. Dazwischen liegen dicht bebaute Innenbezirke, klassische Wohngebiete, große Flächenbezirke und Gebiete mit erheblichem Wald-, Landwirtschafts- oder Gewässeranteil. Eine niedrige Bezirksnummer bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jeder Punkt des Bezirks näher am Stephansplatz liegt als jeder Punkt eines höher nummerierten Bezirks. Die Nummerierung ist historisch gewachsen und muss zusammen mit der geografischen Lage gelesen werden.
| Nr. | Bezirk | Orientierung im Stadtgebiet |
|---|---|---|
| 1 | Innere Stadt | Stephansdom, Hofburg, Ringstraße |
| 2 | Leopoldstadt | Prater, Augarten, Karmeliterviertel |
| 3 | Landstraße | Belvedere, Rochusmarkt, Stadtpark-Ostrand |
| 4 | Wieden | Karlsplatz, Karlskirche, Freihausviertel |
| 5 | Margareten | südwestlich des Zentrums, entlang des Wienfluss-Umfelds |
| 6 | Mariahilf | Mariahilfer Straße, Naschmarkt, Haus des Meeres |
| 7 | Neubau | MuseumsQuartier, Spittelberg, Neubaugasse |
| 8 | Josefstadt | Josefstädter Straße, Theater in der Josefstadt |
| 9 | Alsergrund | Votivkirche, Universitäts- und Klinikviertel |
| 10 | Favoriten | Hauptbahnhof, Reumannplatz, Oberlaa |
| 11 | Simmering | Zentralfriedhof, Gasometer |
| 12 | Meidling | Bahnhof Meidling, Meidlinger Markt |
| 13 | Hietzing | Schönbrunn, Lainzer Tiergarten |
| 14 | Penzing | westliches Stadtgebiet, Wienerwald-Rand |
| 15 | Rudolfsheim-Fünfhaus | Westbahnhof, Stadthalle |
| 16 | Ottakring | Brunnenmarkt, Yppenplatz, Wilhelminenberg |
| 17 | Hernals | Dornbach, Neuwaldegg, Schwarzenbergpark |
| 18 | Währing | Türkenschanzpark, Kutschkermarkt |
| 19 | Döbling | Grinzing, Nussdorf, Kahlenberg |
| 20 | Brigittenau | zwischen Donaukanal und Donau |
| 21 | Floridsdorf | Stammersdorf, Floridsdorfer Zentrum, Alte Donau |
| 22 | Donaustadt | Seestadt Aspern, Lobau, Kagran, Alte Donau |
| 23 | Liesing | Mauer, Atzgersdorf, Rodaun, Alt-Erlaa |
Diese Wiener Bezirke unterscheiden sich nicht nur durch ihre Lage. Favoriten umfasst 3.181,6 Hektar, Hietzing 3.771,3 Hektar und Floridsdorf 4.444,3 Hektar. Mariahilf kommt dagegen auf 145,5 Hektar, Neubau auf 160,8 Hektar und Wieden auf 177,6 Hektar. Die Differenz zwischen dichtem innerstädtischem Raum und den großen Außenbezirken erklärt, weshalb ein Bezirksname allein wenig darüber aussagt, wie weit zwei Adressen tatsächlich auseinanderliegen.
Ein Wiener Bezirk ist eine Verwaltungseinheit mit eigener Grenze, kein Synonym für ein einzelnes Viertel oder Grätzl.
Das wird besonders in Liesing sichtbar. Der 23. Bezirk besteht historisch aus mehreren früher selbstständigen Orten und umfasst unter anderem Liesing, Siebenhirten, Inzersdorf, Erlaa, Atzgersdorf, Rodaun, Kalksburg und Mauer. Die heutige Stadtstruktur legt damit eine Verwaltungsebene über ältere Ortskerne, deren Namen im Alltag weiterhin verwendet werden. Die Stadt beschreibt Liesing entsprechend als Bezirk, der aus acht eingemeindeten Dörfern hervorgegangen ist.
Warum Wien heute 23 Bezirke hat
Die Zahl 23 ist das Ergebnis mehrerer Stadterweiterungen, Eingemeindungen und späterer Grenzkorrekturen. Das historische Wien bestand zunächst aus der Inneren Stadt und den umliegenden Vorstädten. Mit dem Wachstum der Hauptstadt wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert weitere Gebiete eingegliedert und neue Bezirke geschaffen. Die heutige Karte lässt sich deshalb nicht wie ein am Reißbrett geplantes, gleichmäßiges Raster lesen.
Einen Einschnitt brachte das Jahr 1938. Nach der Eingemeindung zahlreicher niederösterreichischer Gemeinden entstand „Groß-Wien“ mit 26 Bezirken. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte ein erheblicher Teil dieser Erweiterung rückgängig gemacht werden, doch das entsprechende Gebietsänderungsgesetz konnte wegen der alliierten Besatzung zunächst nicht vollständig umgesetzt werden. Erst 1954 trat die Neuordnung in Kraft, aus der das Stadtgebiet mit 23 Bezirken hervorging.
„Wien wird aus 23 Bezirken bestehen.“
(Historischer Pressedienst der Stadt Wien, 16. Juni 1954)
Die damalige Regelung veränderte insbesondere die Randgebiete. Albern kam zum 2. Bezirk, Oberlaa, Rotneusiedl und Unterlaa wurden dem 10. Bezirk zugeschlagen. Stammersdorf kam zum 21. Bezirk, Süßenbrunn, Breitenlee und Eßling zum 22. Bezirk. Der 22. Bezirk erhielt endgültig den Namen Donaustadt; der 23. Bezirk wurde als Liesing neu geordnet. Viele andere 1938 eingemeindete Gemeinden gingen wieder an Niederösterreich zurück.
Die heute vertraute Nummerierung trägt deshalb Spuren verschiedener Entwicklungsphasen. Favoriten wurde bereits im 19. Jahrhundert als 10. Bezirk geschaffen. Die Brigittenau entstand später als 20. Bezirk aus einem Teil der Leopoldstadt. Floridsdorf erhielt die Nummer 21, die Donaustadt 22 und Liesing 23. Die Zahlen zeigen historische Verwaltungsschritte, nicht eine mathematisch gleichmäßige Entfernung vom Zentrum.
Die Wiener Bezirksnummern sind eine historische Ordnung, keine Rangliste und keine Entfernungsangabe.
Auch innerhalb der Bezirke verändert sich Wien weiter. Grenzen können bei städtebaulichen Veränderungen angepasst werden; die Abteilung Stadtvermessung und Geoinformation dokumentiert die Bezirks- und Landesgrenzen. Änderungen durchlaufen ein rechtliches Verfahren und werden nicht allein durch die alltägliche Bezeichnung eines Viertels bestimmt. Damit bleibt die formale Bezirksstruktur klar von informellen Grätzlnamen getrennt.
Wien Bezirke Karte richtig lesen
Eine Wien Bezirke Karte zeigt deutlicher als die Nummernliste, wie ungleich die 23 Gebiete verteilt sind. Der 1. Bezirk liegt im historischen Zentrum innerhalb der Ringstraße. Die Bezirke 2 bis 9 bilden den ersten größeren Stadtraum um dieses Zentrum, allerdings mit unterschiedlichen geografischen Situationen: Die Leopoldstadt liegt zwischen Donaukanal und Donau, während Bezirke wie Neubau, Josefstadt oder Mariahilf westlich beziehungsweise südwestlich des Zentrums liegen. Außenbezirke wie Hietzing, Penzing, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing reichen weit in weniger dicht bebaute Bereiche.
Die Stadtvermessung Wien veröffentlicht offizielle Stadt- und Bezirkspläne auf Grundlage von Geobasisdaten. Darin werden unter anderem Bezirks- und Landesgrenzen, Straßennetz, Gewässer und weitere räumliche Informationen verarbeitet. Die allgemeinen Stadtpläne werden jährlich aktualisiert, die einzelnen Bezirkspläne nach Angaben der Stadt halbjährlich. Für genaue Grenzfragen sind diese Karten belastbarer als vereinfachte touristische Grafiken.
„Die Bezirkspläne werden in unterschiedlichen Druckgrößen und mit unterschiedlichen Inhalten erstellt und halbjährlich aktualisiert.“
(Stadt Wien, Stadtvermessung und Geoinformation)
Für die alltägliche Orientierung helfen drei Ebenen gleichzeitig:
- Die Bezirksnummer ordnet eine Adresse einem der 23 Gemeindebezirke zu.
- Die vierstellige Postleitzahl lässt bei regulären Wiener Adressen meist ebenfalls den Bezirk erkennen, etwa 1010 für die Innere Stadt, 1070 für Neubau, 1100 für Favoriten oder 1230 für Liesing.
- U-Bahn-, S-Bahn- und Straßenbahnverbindungen sind für tatsächliche Wege oft wichtiger als die reine Bezirksnummer, besonders in den großen Außenbezirken.
Gerade der dritte Punkt verhindert typische Fehleinschätzungen. Eine Adresse im 22. Bezirk kann durch eine direkte U-Bahn-Verbindung schneller vom Zentrum erreichbar sein als ein Punkt in einem nominell näher gelegenen Bezirk mit längeren Umsteigewegen. Umgekehrt können zwei Adressen innerhalb der Donaustadt mehrere Kilometer voneinander entfernt liegen, obwohl beide dieselbe Bezirksnummer 22 tragen.
Die geografische Größe zeigt sich besonders deutlich an der Donaustadt. Mit 10.229,9 Hektar ist sie mehr als 93-mal so groß wie die Josefstadt. Floridsdorf umfasst 4.444,3 Hektar, Penzing 3.376,1 Hektar und Liesing 3.206,2 Hektar. Eine Karte der Bezirke in Wien ist deshalb nicht nur für Touristen nützlich, sondern auch für Wohnungssuche, Arbeitswege, Schulstandorte, Behördenwege und die Einordnung lokaler Nachrichten.
Bei großen Außenbezirken entscheidet die konkrete Adresse meist stärker über den Weg durch die Stadt als die Bezirksnummer.
Ein weiterer Unterschied betrifft „Bezirk“ und „Grätzl“. Spittelberg liegt im 7. Bezirk Neubau, Grinzing im 19. Bezirk Döbling und das Karmeliterviertel im 2. Bezirk Leopoldstadt. Diese Namen bezeichnen kleinere Stadtviertel beziehungsweise lokal gewachsene Gebiete. Sie sind keine zusätzlichen Gemeindebezirke und erhöhen die offizielle Zahl von 23 nicht.
Welche Wiener Bezirke für Besucher wichtig sind
Für einen Aufenthalt in Wien gibt es keinen einzelnen Bezirk, der für jede Reise automatisch die beste Lage bietet. Entscheidend sind Ziel, Aufenthaltsdauer und Verkehrsanbindung. Die touristisch bekannten Orte verteilen sich auf mehrere Bezirke: Stephansdom und Hofburg liegen im 1., der Prater im 2., das Belvedere im 3., das MuseumsQuartier am Rand des 7. und Schloss Schönbrunn im 13. Bezirk. WienTourismus führt den Prater ausdrücklich als Ziel in der Leopoldstadt; die Innenstadt ist damit nur ein Teil des touristischen Stadtgebiets.
Innere Stadt und angrenzende Bezirke
Der 1. Bezirk bündelt auf 2,87 Quadratkilometern einen außergewöhnlich hohen Anteil historischer Sehenswürdigkeiten und Arbeitsplätze. Rund 16.000 Menschen wohnen nach Angaben der Stadt in der Inneren Stadt, während dort etwa 117.000 Menschen ihren Arbeitsplatz haben. Stephansdom, Hofburg, Staatsoper, Graben und große Teile der Ringstraße liegen hier oder unmittelbar an der Bezirksgrenze.
Leopoldstadt, Landstraße sowie die Bezirke 4 bis 9 erweitern den zentrumsnahen Bereich deutlich. Im 2. Bezirk liegen Prater, Augarten und Karmeliterviertel, im 3. Bezirk das Belvedere. Mariahilf und Neubau verbinden Einkaufs-, Kultur- und Wohngebiete westlich des Zentrums. Alsergrund umfasst unter anderem Universitäts- und Klinikstandorte.
Eine Unterkunft in diesen Bezirken kann kurze Wege ermöglichen, doch die konkrete Lage bleibt entscheidend. Ein Hotel direkt an einer U-Bahn-Station außerhalb des Zentrums kann für mehrere Ziele praktischer sein als eine Adresse am Rand eines zentraleren Bezirks.
Schönbrunn, Wienerwald und westliche Bezirke
Hietzing ist für Besucher vor allem durch Schloss Schönbrunn, den Tiergarten und den Lainzer Tiergarten relevant. Der 13. Bezirk misst 3.771,3 Hektar, davon entfallen nach der Flächenstatistik 3.106,9 Hektar auf Grünflächen und Gewässer. Der Charakter unterscheidet sich damit deutlich von den kleinen, dicht bebauten Bezirken rund um die Innenstadt.
Penzing, Ottakring, Hernals, Währing und Döbling führen weiter in Richtung Wienerwald. Döbling verbindet städtische Wohngebiete mit Weinbauflächen und bekannten Orten wie Grinzing, Nussdorf und Kahlenberg. Ottakring reicht vom dicht bebauten Bereich rund um den Gürtel bis in höher gelegene westliche Gebiete. Bei solchen Bezirken sagt die Nummer wenig über das konkrete Umfeld einer Adresse aus.
„Der Blick auf die 23 Gemeindebezirke macht dies deutlich.“
(Landesstatistik Wien über die Unterschiede innerhalb der Stadt)
Favoriten, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing
Die großen Außenbezirke sind keine einheitlichen Randzonen. Favoriten reicht vom dicht bebauten Gebiet südlich des Hauptbahnhofs bis zu Grün- und Freiflächen im Süden. Die Stadt nennt für den 10. Bezirk mehr als 223.000 Einwohner und eine Fläche von 31,8 Quadratkilometern. Der Bezirk gehört seit Jahren zu den stark wachsenden Teilen Wiens.
Eine wichtige Verschiebung erfolgte 2024: Donaustadt überholte Favoriten nach Angaben der Wiener Bevölkerungsprognose als bevölkerungsreichsten Bezirk. Bis 2045 prognostiziert die Stadt dort ein weiteres Bevölkerungswachstum von 38,9 Prozent gegenüber der Ausgangsbasis der Prognose. Als Gründe nennt sie große Baulandreserven und Bauvorhaben in den Flächenbezirken. Auch Favoriten, Simmering, Floridsdorf und Liesing sollen überdurchschnittlich wachsen.
Für Besucher sind diese Bezirke je nach Ziel relevant. Die Donaustadt umfasst Kagran, die Alte Donau, die Seestadt Aspern und Teile der Lobau. Floridsdorf reicht von dicht bebauten Bereichen rund um den Verkehrsknoten Floridsdorf bis nach Stammersdorf. Liesing wiederum verbindet Wohngebiete, Gewerbestandorte, alte Ortskerne und größere Grünräume.
Die Wiener Bezirke Karte sollte deshalb bei einer Hotel- oder Wohnungslage nie isoliert betrachtet werden. Wichtiger sind die nächstgelegene U-Bahn- oder S-Bahn-Station, direkte Linien zum Ziel und die tatsächliche Entfernung innerhalb des Bezirks. Eine pauschale Einteilung in „zentrale gute Bezirke“ und „schlechte Außenbezirke“ bildet die räumliche Struktur Wiens nicht sachgerecht ab.

Alle 23 Wiener Bezirke: Wer hier lebt und was die Stadtteile unterscheidet
Die 23 Wiener Bezirke unterscheiden sich stärker, als die Nummerierung vermuten lässt. In der Donaustadt leben mehr als 228.000 Menschen, während die Innere Stadt nur etwas mehr als 16.000 Einwohner zählt. Gleichzeitig reicht das Spektrum vom dicht bebauten Margareten über die internationale Leopoldstadt bis zu Hietzing und Döbling mit großen Grünflächen. Die folgenden Einwohnerzahlen beziehen sich auf den amtlichen Bevölkerungsstand zum 1. Jänner 2025; für ganz Wien weist die Stadt zum 1. Jänner 2026 bereits 2.040.914 Einwohner aus.
- Innere Stadt (1. Bezirk) – 16.281 Einwohner. Hier liegt das historische und politische Zentrum Wiens mit Stephansdom, Hofburg, Ministerien, Büros, Handel und einem besonders hohen Tourismusaufkommen. Gleichzeitig wohnen hier weniger Menschen als in jedem anderen Wiener Bezirk; die Stadt weist für die Innere Stadt außerdem das höchste Durchschnittseinkommen und den höchsten Akademikeranteil aus.
- Leopoldstadt (2. Bezirk) – 112.675 Einwohner. Die Leopoldstadt liegt zwischen Donaukanal und Donau und verbindet dicht bewohnte Viertel mit großen Freiflächen. Prater, Augarten und Karmeliterviertel prägen einen Bezirk, der sowohl innenstadtnah als auch deutlich grüner als viele andere zentrale Bezirke ist.
- Landstraße (3. Bezirk) – 98.881 Einwohner. Der Bezirk reicht vom zentrumsnahen Belvedere und Rochusmarkt bis zu stärker von Büros, Verkehr und Wohnbauten geprägten Gebieten im Südosten. Seine Lage zwischen Innenstadt, Hauptbahnhof und östlichem Wien macht ihn zu einem der funktional gemischten Bezirke der Stadt.
- Wieden (4. Bezirk) – 33.444 Einwohner. Wieden gehört mit 177,6 Hektar zu den kleinsten Bezirken Wiens. Rund um Karlsplatz, Karlskirche und Freihausviertel treffen historische Bausubstanz, Gastronomie, Hochschulen und innerstädtisches Wohnen auf engem Raum zusammen.
- Margareten (5. Bezirk) – 54.581 Einwohner. Margareten ist klein, dicht bebaut und gehört nach Angaben der Stadt zu den Bezirken mit der höchsten Bevölkerungsdichte. Der Bezirk ist stärker Wohngebiet als touristisches Zentrum und zeigt besonders deutlich, wie kompakt die inneren Teile Wiens bebaut sind.
- Mariahilf (6. Bezirk) – 31.083 Einwohner. Mariahilf umfasst nur 145,5 Hektar und gehört damit zu den kleinsten Wiener Bezirken. Die Mariahilfer Straße, das Umfeld des Naschmarkts und das Haus des Meeres geben dem Bezirk eine starke Mischung aus Handel, Gastronomie, Freizeit und dichter Wohnbebauung.
- Neubau (7. Bezirk) – 31.330 Einwohner. Neubau ist ebenfalls sehr kompakt und wird stark durch Kultur, Gastronomie, Einzelhandel und gründerzeitliche Wohnhäuser geprägt. MuseumsQuartier, Spittelberg und Neubaugasse liegen in einem Bezirk, dessen Fläche nur rund 1,6 Quadratkilometer beträgt.
- Josefstadt (8. Bezirk) – 24.242 Einwohner. Mit 109 Hektar ist die Josefstadt der flächenmäßig kleinste Bezirk Wiens. Trotz der geringen Größe leben hier mehr als 24.000 Menschen; Theater, Schulen, Verwaltungsgebäude und überwiegend geschlossene innerstädtische Wohnbebauung bestimmen das Bild.
- Alsergrund (9. Bezirk) – 41.664 Einwohner. Alsergrund ist stark durch Universität, Kliniken, Forschung und historische Wohnviertel geprägt. Der Bezirk liegt unmittelbar nördlich der Inneren Stadt und verbindet klassische Gründerzeitbebauung mit bedeutenden medizinischen und akademischen Standorten.
- Favoriten (10. Bezirk) – 223.190 Einwohner. Favoriten ist einer der bevölkerungsreichsten und vielfältigsten Bezirke Wiens. Dichte Wohnquartiere rund um Favoritenstraße und Reumannplatz, neue Stadtteile beim Hauptbahnhof sowie Grün- und Landwirtschaftsflächen im Süden liegen innerhalb desselben Bezirks.
- Simmering (11. Bezirk) – 112.149 Einwohner. Simmering verbindet Wohngebiete mit großen Verkehrs-, Gewerbe- und Industrieflächen. Gleichzeitig gehören der Zentralfriedhof, die Gasometer und landwirtschaftlich genutzte Flächen zum Bezirk, sodass der Charakter von Straße zu Straße erheblich wechseln kann.
- Meidling (12. Bezirk) – 102.393 Einwohner. Meidling ist ein dicht bewohnter Bezirk südwestlich des Zentrums und ein wichtiger Verkehrsknoten zwischen Innenstadt, westlichen Bezirken und dem Süden Wiens. Bahnhof Wien Meidling, Meidlinger Markt und große Wohngebiete prägen den Alltag stärker als klassische touristische Sehenswürdigkeiten.
- Hietzing (13. Bezirk) – 56.108 Einwohner. Hietzing verbindet Schloss Schönbrunn und den Tiergarten mit Villengebieten und großen Waldflächen. Von insgesamt 3.771,3 Hektar entfallen laut Stadt Wien mehr als 3.100 Hektar auf Grünflächen und Gewässer, wodurch der Bezirk trotz seiner Lage innerhalb der Großstadt vergleichsweise wenig dicht bebaut ist.
- Penzing (14. Bezirk) – 99.049 Einwohner. Penzing zieht sich vom dicht bebauten westlichen Stadtgebiet weit in Richtung Wienerwald. Rund drei Viertel seiner Fläche bestehen aus Grünflächen und Gewässern; dadurch unterscheiden sich die Wohnlagen im Osten und Westen des Bezirks erheblich voneinander.
- Rudolfsheim-Fünfhaus (15. Bezirk) – 75.902 Einwohner. Der 15. Bezirk gehört zu den dicht bebauten Teilen Wiens und liegt unmittelbar westlich des Gürtels. Westbahnhof, Stadthalle und zahlreiche Wohnquartiere liegen auf weniger als vier Quadratkilometern; zugleich weist der Bezirk einen besonders hohen Anteil von Einwohnern ausländischer Herkunft auf.
- Ottakring (16. Bezirk) – 102.727 Einwohner. Ottakring verändert seinen Charakter von Ost nach West deutlich. Rund um Brunnenmarkt und Gürtel dominieren dichte Gründerzeitviertel, während sich der Bezirk in Richtung Wilhelminenberg öffnet und zunehmend von Grünflächen geprägt wird.
- Hernals (17. Bezirk) – 56.767 Einwohner. Hernals verbindet dicht bewohnte Stadtquartiere mit Dornbach, Neuwaldegg und großen Grünflächen am Wienerwald. Von 1.139,6 Hektar Bezirksfläche entfallen 795 Hektar auf Grünflächen und Gewässer.
- Währing (18. Bezirk) – 51.376 Einwohner. Währing liegt zwischen innerstädtischer Bebauung und Wienerwald-Rand. Kutschkermarkt, Cottageviertel und Türkenschanzpark stehen für unterschiedliche Teile eines Bezirks, der stärker durch Wohnen und Grünräume als durch große Gewerbegebiete geprägt wird.
- Döbling (19. Bezirk) – 76.074 Einwohner. Döbling umfasst dicht bebaute Wohngebiete ebenso wie Weinberge, Wienerwald und bekannte Orte wie Grinzing, Nussdorf und Kahlenberg. Von knapp 2.495 Hektar Bezirksfläche entfallen mehr als 1.500 Hektar auf Grünflächen und Gewässer, zusätzlich werden rund 280 Hektar landwirtschaftlich genutzt.
- Brigittenau (20. Bezirk) – 86.950 Einwohner. Die Brigittenau liegt auf einer vergleichsweise kleinen Fläche zwischen Donaukanal und Donau. Sie ist dicht bewohnt, stark vom Wohnbau geprägt und gehört zu den Wiener Bezirken mit einem hohen Anteil von Menschen ausländischer Herkunft.
- Floridsdorf (21. Bezirk) – 189.551 Einwohner. Floridsdorf ist mit mehr als 189.000 Einwohnern und 4.444 Hektar einer der großen Bezirke Wiens. Das Spektrum reicht vom dicht bebauten Zentrum rund um den Bahnhof Floridsdorf über Einfamilienhausgebiete bis zu Stammersdorf, Weinbau, Landwirtschaft und Bereichen an der Alten Donau.
- Donaustadt (22. Bezirk) – 228.158 Einwohner. Die Donaustadt ist sowohl der bevölkerungsreichste als auch mit 10.229,9 Hektar der flächenmäßig größte Wiener Bezirk. Kagran, Alte Donau, Seestadt Aspern, Einfamilienhausgebiete, große Neubauprojekte, Landwirtschaft und Teile der Lobau liegen innerhalb derselben Bezirksgrenze; mehr als 5.470 Hektar bestehen aus Grünflächen und Gewässern.
- Liesing (23. Bezirk) – 123.714 Einwohner. Liesing bildet den südlichen Abschluss Wiens und ist aus mehreren ehemals selbstständigen Orten hervorgegangen. Mauer, Rodaun, Atzgersdorf, Inzersdorf und Siebenhirten zeigen, wie unterschiedlich der Bezirk aufgebaut ist: Neben alten Ortskernen liegen große Wohnanlagen, Gewerbegebiete, Einfamilienhäuser und Grünräume.
Die Bezirksnummer allein beschreibt Wien nur unvollständig: Zwischen den rund 16.000 Einwohnern der Inneren Stadt und den mehr als 228.000 Menschen in der Donaustadt liegen völlig unterschiedliche Größenordnungen, Bebauungsformen und Lebensräume.
Quelle der Einwohnerzahlen: Stadt Wien, Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit, Geschlecht und Gemeindebezirken, Stand 1. Jänner 2025.
Fragen und Antworten zu Wiens Bezirken

Wie viele Bezirke hat Wien aktuell?
Wien hat 23 Gemeindebezirke. Die offizielle Nummerierung reicht von 1. Innere Stadt bis 23. Liesing. Diese Struktur besteht in ihrer heutigen Grundform seit der Gebietsneuordnung von 1954.
Wie heißen alle 23 Bezirke in Wien?
Die Reihenfolge lautet: Innere Stadt, Leopoldstadt, Landstraße, Wieden, Margareten, Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Alsergrund, Favoriten, Simmering, Meidling, Hietzing, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring, Hernals, Währing, Döbling, Brigittenau, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing. Die Namen und Nummern führt die Stadt Wien in dieser Form offiziell.
Wie viele Bezirke hatte Wien 2023?
Auch 2023 bestand Wien aus 23 Bezirken. Die oft gesuchte Frage wie viele Bezirke hatte Wien 2023 führt daher zur gleichen Zahl wie 2026. Die Zahl der Bezirke hat sich in diesem Zeitraum nicht geändert; Unterschiede betreffen dagegen laufend Bevölkerung, Bebauung, Infrastruktur und einzelne statistische Kennzahlen.
Welcher Bezirk ist der größte in Wien?
Nach Fläche ist Donaustadt mit 10.229,9 Hektar der größte Bezirk. Das entspricht rund 102,3 Quadratkilometern und knapp einem Viertel des gesamten Wiener Stadtgebiets. Auf den weiteren Plätzen nach Fläche folgen Floridsdorf mit 4.444,3 Hektar und Hietzing mit 3.771,3 Hektar.
Welcher Bezirk ist der kleinste?
Josefstadt ist mit 109 Hektar beziehungsweise 1,09 Quadratkilometern der kleinste Wiener Bezirk. Danach folgen Mariahilf mit 145,5 Hektar, Neubau mit 160,8 Hektar und Wieden mit 177,6 Hektar. Trotz ihrer geringen Fläche gehören diese Bezirke zum dicht bebauten inneren Stadtgebiet.
Welcher Wiener Bezirk hat die meisten Einwohner?
Donaustadt ist seit 2024 der bevölkerungsreichste Bezirk Wiens und hat Favoriten von dieser Position verdrängt. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit dem starken Wachstum im Nordosten der Stadt und größeren verfügbaren Flächen für Wohnbau. Die Wiener Bevölkerungsprognose erwartet, dass dieses Wachstum in den kommenden Jahrzehnten weiter anhält.
Welche Bezirke in Wien sollte man meiden?
Eine amtliche Liste von Wiener Bezirken, die grundsätzlich gemieden werden sollten, gibt es nicht. Für eine sachliche Einschätzung sind konkrete Adresse, Tageszeit, Verkehrsanbindung und unmittelbares Umfeld aussagekräftiger als die Bezirksnummer. Das gilt besonders für große Bezirke wie Favoriten, Floridsdorf, Donaustadt oder Liesing, in denen sehr unterschiedliche Wohn-, Geschäfts-, Industrie- und Grüngebiete nebeneinanderliegen.
Wo gibt es eine offizielle Karte aller Wiener Bezirke?
Die Stadt Wien stellt Karten mit Bezirksgrenzen in mehreren Maßstäben bereit. Die Bezirkspläne basieren auf Daten der Stadtvermessung und werden halbjährlich aktualisiert. Für die genaue Lage einer Straße oder die Prüfung einer Bezirksgrenze sind diese amtlichen Pläne die verlässlichste Grundlage.
Die Antwort auf die Ausgangsfrage bleibt damit klar: Wien hat 23 Bezirke, doch hinter dieser Zahl stehen sehr unterschiedliche Stadtgebiete. Zwischen der 109 Hektar kleinen Josefstadt und der mehr als 10.000 Hektar großen Donaustadt liegen historische Innenstadt, Gründerzeitviertel, Großwohnsiedlungen, Weinbau, Wienerwald und Donau-Auen innerhalb derselben kommunalen Stadtgrenze.
Verwendete Materialien: Stadt Wien – Wiener Bezirke, Stadt Wien – Stadtgebiet nach Nutzungsklassen und Gemeindebezirken 2025, Stadt Wien – Bevölkerungsstand, Stadt Wien – Wiener Stadt- und Bezirkspläne, Historischer Pressedienst der Stadt Wien – Juni 1954, WienTourismus – Prater
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